Zum ersten Mal: Estland übernimmt im Juli die Präsidentschaft

Estland übernimmt am 1. Juli 2017 den EU-Vorsitz und hat im Rat für Bildung, Jugend, Kultur und Sport am 22. Mai thematische Schwerpunkte für vier Bereiche benannt. Es ist der erste Ratsvorsitz des 2004 der EU beigetretenen Landes.

Im Jugendbereich soll die Weiterentwicklung der Jugendarbeit insbesondere im Bereich Digitalisierung auf der Tagesordnung stehen - es sind hier Schlussfolgerungen zum Thema „Smart Youth Work“ geplant -, sowie die weitere Entwicklung des legislativen Prozesses zum Europäischen Solidaritätskorps und die Überprüfung des Strukturierten Dialogs.

Das übergreifende Thema für den neu beginnenden Zyklus im Strukturierten Dialog unter der ebenfalls neuen EU-Triopräsidentschaft mit Estland als erstem Präsidentschaftsland ist "Youth in Europe: what's next?". Als Teilaspekt dieses Themas soll sich die erste Phase des 6. Zyklus wohl mit der „EU-Jugendstrategie nach 2018“ befassen.

Für den Bildungsbereich kündigte Estland die Themen New Skills Agenda, die Modernisierung der Hochschulbildung sowie einen Initiative zur Nachverfolgung des beruflichen Werdegangs von Absolventen der allgemeinen und beruflichen Bildung (graduate tracking initiative) an.

Zugang zu Kultur und zu kulturellem Erbe wird einer der Schwerpunkte im Kulturbereich. Italien hatte, unterstützt von Deutschland und Frankreich, in der Ratssitzung eine neue Initiative mit dem Titel „Mobility in Culture“ vorgeschlagen. Eine solche Initiative soll den grenzüberschreitenden Austausch (Begegnungen, Praktika etc.) für Auszubildende und junge Berufstätige im Bereich Kultur, Kreatives Schaffen und Artistik fördern. Die Idee ist es, diese Mobilitätsmöglichkeiten für ein große Gruppe junger Menschen mit unterschiedlichen Bildungs- und kulturellen Hintergründenu eröffnen. Ein ersten konkreten Vorschlag soll es möglicherweise während des Europäischen Jahres 2018 unter dem Motto "Sharing Heritage" geben.

Im Sportbereich sind als Themen u.a. „Strukturierter Dialog im Sport“ und die Rolle von Traineren und Betreueren vorgesehen.

JUGEND für Europa

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