Youth Goals müssen berücksichtigt werden: DBJR-Position zur nächsten EU-Jugendstrategie

Der DBJR-Vorstand hat am 28. Juni 2018 die Stellungnahme „Zum Vorschlag der EU-Kommission zur EU-Jugendstrategie 2019 – 2027“ beschlossen.

Die Europäische Kommission hat am 22. Mai 2018 ihren Vorschlag für eine neue EU-Jugendstrategie präsentiert (siehe NEWS). Dieser Vorschlag bildet die Grundlage für die Verhandlungen unter den EU-Mitgliedstaaten in den kommenden Monaten. Es ist geplant, dass der EU-Jugendministerrat die neue EU-Jugendstrategie Ende November 2018 verabschiedet.

Mit dieser Stellungnahme bewertet der Deutsche Bundesjugendring den Vorschlag der Europäischen Kommission aus Sicht der Jugendverbandsarbeit und möchte sich damit mit konkreten Verbesserungsvorschlägen in den Diskurs über die neue EU-Jugendstrategie einbringen.

In seinem Positionspapier begrüßt der DBJR den Vorshclag grundsätzlich und hebt hervor: Die vorgeschlagenen drei Aktionsbereiche Beteiligung, Begegnung und Befähigung spiegeln wesentliche Elemente von Jugendpolitik und Jugendarbeit wider und bilden somit eine gute Grundlage für die EU-Jugendstrategie. Wir befürworten auch den Fokus auf das Erreichen aller jungen Menschen, die Ebenen übergreifende Zusammenarbeit sowie die Berücksichtigung der Digitalisierung. Zudem scheinen die notwendigen Freiräume für und die Qualität von Jugendarbeit einen wichtigen Stellenwert zu erhalten.

Kritisch beleuchtet das Papier, welche Bedeutungie der Vorschlag der Kommission den Jugendverbänden zumisst, sowie das Fehlen der Youth Goals (siehe NEWS). Der DBJR führt dazu aus:

Im vorliegenden Vorschlag werden die Aktivitäten und die Rolle der Jugendverbände leider nicht angemessen wertgeschätzt. Dabei haben sie sich in den letzten Jahren aktiv in die Umsetzung der aktuellen EU-Jugendstrategie eingebracht und sind wichtige Mittler, insbesondere wenn es um die Zusammenarbeit mit der regionalen und lokalen Ebene geht.

Enttäuschend ist zudem, dass die Europäischen Jugendziele (EU Youth Goals), die im April 2018 bei der EU-Jugendkonferenz in Sofia entwickelt wurden, nirgends erkennbar im Vorschlag berücksichtigt werden...  Dass die Europäische Kommission die Ergebnisse nicht sichtbar aufgreift, konterkariert, was sie selbst im Vorschlag zur Bedeutung von Beteiligung schreibt und ist für die Zehntausenden junge Menschen, die sich an dem Prozess beteiligt haben, eine herbe Enttäuschung.

Das vollständige Positionspapier auf den Internetseiten des DBJR

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