Vorhersagbar: Der interkulturelle Dialog ist auch jugendpolitisch wichtig

Aus Anlass des Jahres des Interkulturellen Dialogs 2008 tauschten die Jugendministerinnen und -minister Erfahrungen aus, wie der interkulturelle Dialog bei Jugendlichen gefördert werden kann – unter anderem durch JUGEND IN AKTION.

via Rat der Europäischen Union

Junge Menschen sind die Hauptzielgruppe der Aktivitäten, die im laufenden Europäischen Jahr des Interkulturellen Dialogs geplant sind. Die Jugendministerinnen und -minister tauschten sich darüber aus, wie Kontakt zu und Interaktion mit verschiedenen Kulturen zu Toleranz und gegenseitigem Respekt beitragen kann und welche Erfahrungen sie mit ihren nationalen Maßnahmen dazu haben.

Die slowenische Ratspräsidentschaft hatte für die Sitzung des Jugendministerrats am 14. Februar 2008 ein Diskussionspapier vorgelegt. Sie hatte darin die Notwendigkeit, den interkulturellen Dialog, vor allem von Jugendlichen, zu fördern, als einen wichtige Zukunftsaufgabe nicht nur von staatlichen Akteuren, sondern der ganzen Zivilgesellschaft, bekräftigt. Auf europäischer Ebene, so das Papier, trage vor allem das EU-Programm JUGEND IN AKTION dazu bei. Angesichts einer wachsenden kulturellen Vielfalt sollten jugendpolitische Strategien und Maßnahmen eine wichtige Rolle als "frühe Investition" in den Erhalt des kulturellen Erbes und in die Förderung von interkulturellem Respekt und Solidarität spielen.

Die Frage an die Ministerinnen und Minister bezog sich unter anderem auch darauf, welche Rolle der interkulturelle Dialog in Zukunft in der jugendpolitischen Zusammenarbeit auch nach 2008 haben sollte und wie er besser in den Strukturierten Dialog mit der Jugend berücksichtigt werden könnte. Nach ihrem Meinungsaustausch konnten sich die Ministerinnen und Minister dann nur zu einer eher müden Bekräftigung von "wichtigen Zukunftsfaktoren" entschließen. Unabdingbar seien demnach:

  • die Einbeziehung aller Jugendlicher, unabhängig von ihrem Bildungs-, sozialen oder kulturellen Hintergrund,
  • die Rolle der Bildung für die Ausformung der Wert- und Grundhaltungen Jugendlicher; die Ausbildung der Lehrkräfte und die Berücksichtung des interkulturellen Dialogs in den schulischen Curricula,
  • die Erfahrungen, die durch nicht-formales Lernen in außerschulischer Bildungszusammenhänge erworben werden,
  • die entscheidende Rolle der Mobilität bei der Entwicklung interkultureller Kompetenzen,
  • die Rolle der Medien und die Nutzung neuer Technologien bei der Ausformung der Werte- und Grundhaltungen junger Menschen,
  • die Relevanz des Zugangs zur Kultur und die Rolle der Kultur, der Künste, Musik und des Sports bei der Identitätsentwicklung und für Begegnungen junger Menschen,
  • die Rolle der organisierten Zivilgesellschaft, die Einbeziehung von Jugendorganisationen und Nicht-Regierungsorganisationen wie auch die Relevanz freiwilliger Aktivitäten.

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