Untersucht und belegt: Leonardo da Vinci fördert Beschäftigungsfähigkeit, Wissen und Selbstvertrauen

Leonardo-Projekte sind von beträchtlichem sozialem und wirtschaftlichem Nutzen. Die damit verbundene internationale Mobilität trägt wesentlich zur persönlichen, sprachlichen, sozialen und beruflichen Entwicklung bei.

via DG Bildung und Kultur

Die Kommission hat die Wirkungen von LEONARDO DA VINCI, dem europäischen Förderprogramm für die berufliche Bildung im Rahmen des Programms für Lebenslanges Lernen, untersuchen lassen. Auffällig sind die deutlichen Auswirkungen auf die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

So zeigt die Untersuchung, dass sich im Rahmen eines Ausbildungsaufenthalts im Ausland erworbene berufliche Qualifikationen für die spätere Karriere auszahlen. Beispielsweise fanden 58 % der Arbeitslosen nach ihrer Ausbildung im Ausland einen Arbeitsplatz, konnten 32 % der Erwerbstätigen Arbeitsplätze in einem anderen Land vermittelt werden, erhielten 27 % der Betroffenen bessere Arbeitsplätze und 34 % Arbeitsplätze mit mehr Verantwortung. Mehr als ein Drittel der in der Erstausbildung Befindlichen konnten ihre Ergebnisse verbessern und 41 % gaben an, dass sie sich nun intensiver an der Ausbildung beteiligten.

Weitere Zahlen bestätigen den Erfolg von Leonardo da Vinci: 86 % aller ehemaligen Teilnehmer/innen sind an einem weiteren Aufenthalt oder einer Berufstätigkeit im Ausland interessiert, 83 % wollen ihre Sprachkompetenz verbessern, auch wenden die Teilnehmenden die im Praktikum erworbenen Fertigkeiten und Kompetenzen dauerhaft an.

Die im Ausland gewonnenen Erfahrungen förderten ferner das Selbstvertrauen der Teilnehmer (70 %), ihre Anpassungsfähigkeit (73 %) und ihre Bereitschaft zu Teamarbeit (62 %). 66 % der Auszubildenden verbesserten ihre Sprachkenntnisse, 65 % ihre Fähigkeit, sich in unerwarteten Situationen zurechtzufinden, 72 % ihre Fähigkeit, mit anderen Menschen umzugehen, sowie 71 % ihre Fähigkeit, sich auf neue Herausforderungen einzustellen.

Kritik wurde lediglich an der Dauer der Praktika geübt: In 48 % der Fälle beklagten die Teilnehmer, der Auslandsaufenthalt sei zu kurz gewesen. Die Bewertenden kamen zu dem Schluss, dass der Erfolg der bezuschussten Projekte von der Projektplanung, der Qualität der pädagogischen, sprachlichen und kulturellen Vorbereitung sowie der gemeinsamen Begleitung/Betreuung durch Entsende- und Gastland abhängt. Ferner hat die Anerkennung und Zertifizierung des Auslandspraktikums eine positive Wirkung.

Die Untersuchung wurde von dem Unternehmen WSF (Wirtschafts- und Sozialforschung) in Kerpen, Deutschland, durchgeführt. Sie stützt sich auf die Antworten in 26 000 Online-Fragebogen, die zwischen Dezember 2006 und April 2007 an Auszubildende in der Erstausbildung und an Arbeitnehmer versandt wurden, die in den Jahren 2004 und 2005 in 28 Ländern am Programm teilgenommen hatten. Dabei wurden Auszubildende aller Wirtschaftszweige, Berufsfelder, Ausbildungsarten und Bildungsniveaus sowie Unternehmensgrößen angesprochen.

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