Umfangreich: Das Europäische Parlament äußert sich zur Jugendstrategie

Mit seiner Entschließung vom 18. Mai begrüßt das EP die EU-Jugendstrategie grundsätzlich, präsentiert eine Vielzahl von Anmerkungen und drängt auf eine engere Zusammenarbeit mit der Kommission und dem Rat.

via Europäisches Parlament A7-0113/2010

Mit insgesamt 106 Anmerkungen hat es wohl selten zuvor eine so umfangreiche Stellungnahme des Europäischen Parlaments im Bereich "Jugend" gegeben. Mit Bezug auf die aktuelle Wirtschaftskrise setzte sich das EP dabei besonders intensiv mit dem Thema "Jugend und Beschäftigung - Jugendarbeitslosigkeit" auseinander. Daneben gibt es grundlegende Aussagen und Forderungen auch zur aktiven Teilhabe Jugendlicher, zu Kinderrechten und zum Jugendschutz.

Daneben bekräftigt die Entschließung die besondere Rolle von Jugendbetreuern und begrüßt ausdrücklich die mit der Jugendstrategie verbundene Absicht, deren Fachausbildung auf den Gebieten Kultur, neue Medien und interkulturelle Kompetenzen zu fördern. Darüber hinaus fordert das EP die EU-Kommission auf, im Rahmen neuer Mobilitätsprogramme ein besonderes Augenmerk auf die Mobilität von Jugendbetreuern zu legen. Sonderregelungen für Visa, die derzeit für Studenten gelten, sollten auf Jugendbetreuer ausgeweitet werden.

Wenn es um zukünftige Instrumente der Umsetzung geht, sind besonders die Punkte 17 und 18 hervorzuheben. In ihnen heißt es:

  • (Das Europäische Parlament) unterstreicht die wichtige Rolle, die die Programme Comenius, Erasmus und Leonardo da Vinci bei der Entwicklung europäischer Politiken im Bereich der Aus- und Weiterbildung spielen; weist erneut auf seine politische Priorität hin, die darin besteht, diese Programme als Eckstein bei der Entwicklung der Europäischen Jugendstrategie anzusehen, insbesondere was die nächste Generation von Mehrjahresprogrammen betrifft;
  • (Das Europäische Parlament) ist der Ansicht, dass noch mehr getan werden sollte, um die Mobilität junger Menschen in Europa zu fördern, und dass es in den Mobilitätsprogrammen ausreichende Möglichkeiten und genügend Berücksichtigung für den Austausch junger Menschen außerhalb der formalen Bildung geben muss.
Den vollständigen Text finden Sie auf den Seiten des Europäischen Parlaments.