10.02.2011Youth on the Move

Überschaubar: Jugend- und Bildungsministerrat am 14.02.2011

Dezidierte "Jugend"-Themen standen nicht auf der Tagesordnung. Aber von den Bildungsministern gibt's Schützenhilfe.

"Schlussfolgerungen des Rates zur Rolle der allgemeinen und beruflichen Bildung bei der Durchführung der Strategie Europa 2020" heißt das Papier, das am 14. Februar den EU-Bildungsministern zur Abstimmung vorgelegt wurde.

Mit ihren Schlussfolgerungen positionieren sich die EU-Bildungsminister zur der Umsetzung der EU 2020-Strategie und formulieren dabei Empfehlungen für Maßnahmen an die Mitgliedstaaten und die Kommission.

Hintergrund ist die Leitinitiative "Youth on the Move" zur Verwirklichung der EU 2020 - Strategie, in der jugend- und bildungspolitische Maßnahmen der EU und der Mitgliedstaaten eine Schlüsselrolle bei der Verwirklichung der Ziele der Strategie Europa
2020 einnehmen sollen. Hierzu im Speziellen hatten die Jugend- und Bildungsminister bereits im Oktober 2010 gemeinsame Schlußfolgerungen beschlossen (siehe NEWS).

Aus Sicht der Jugendarbeit erfreulich ist dabei die Hervorhebung des nicht formalen Lernens im Papier:
"...und zugleich sollte die Mobilität zu Lernzwecken für alle jungen Menschen im gesamten Bildungssystem wie auch in nicht formalen Lernumgebungen wie Jugendarbeit und Beteiligung von Jugendlichen gefördert werden."

Etwas weicher klingen die Formulierung dann, wenn es um die Anerkennung von Lernerfahrung und Kompetenzen geht:
"Der Übergang zu lernergebnisorientierten Qualifikationssystemen und eine stärkere Validierung der in nicht formalen und informellen Lernumgebungen erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen sind für die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit ebenfalls von großer Bedeutung."

Eines ist im Moment deutlich: Da, wie man hört, die EU-Kommission selbst noch keine klare Linie für die Entwürfe der Programmgeneration zu Bildung und Jugend ab 2014 gefunden hat, sind zumindest die Aussagen des Jugend- und Bildungsministerrates als klare Unterstützung für die nicht formale Jugendbildung zu verstehen. Das sollte die Kommission bei der Lektüre beachten.

Dokumente

Kommentare

  • Chance_B

    29.10.19 15:31

    Anerkennung von non-formalem Lernen

    Im Oktober 2009 startete das von der Europäischen Kommission und dem Österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur geförderte Projekt "NQF Inclusive". Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Modells zur Anerkennung und Zertifizierung non-formaler berufsbildorientierter Ausbildungen auf niedrigem Niveau, d.h., auf level 1 & 2 des Europäischen Qualifikationsrahmens. Dadurch und durch Standards, die für diese Ausbildungen definiert werden, soll es möglich werden, dass z.B. Jugendliche, die eine Berufsausbildung, die auf niedrigerem Niveau als eine Lehre angesiedelt ist, auch ein offiziell anerkanntes Zeugnis bekommen, das auch am Arbeitsmarkt anerkannt wird.
    Nähere Infos finden Sie unter www.nqfinclusive.org

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