"Ten Years after" - Europaratskampagne "Alle anders-alle gleich" wird neu aufgelegt

Die Kampagne des Europarats wirbt vom Juni 2006 bis September 2007 für Menschenrechte, Vielfalt und Teilhabe.

via Europarat, DBJR

"The struggle goes on" titelt der Europarat seine Ankündigung, die vor zehn Jahren schon einmal durchgeführte Kampagne "All equal – all different" fortzusetzen und neu aufzulegen. "Es gibt eine fortgesetzte Notwendigkeit, die Menschenrechte einzufordern, sie sind niemals immer und für alle sicher", heißt es in einem Papier, das die Ergebnisse eines vorbereitenden Symposiums mit NGOs und Regierungsvertretern zusammenfasst. "Viele der ungelösten Fragen und Herausforderungen sind heute noch die gleichen wie vor zehn Jahren. Europa hat noch immer nicht gelernt, adäquat mit Unterschieden umzugehen."

Nach ihrer offiziellen Eröffnung im Juni 2006 will die Kampagne bis September 2007 mit verschiedenen Aktionen junge Menschen ermutigen, zum Aufbau friedlicher Gesellschaften in ganz Europa beizutragen und auf der Basis von Respekt, Toleranz und gegenseitigem Verständnis aktiv zu werden für Menschenrechte, Vielfalt und Teilhabe.

Sie legt dieses Mal einen deutlichen Schwerpunkt auf formale und nichtformale Bildung, auf Informationsarbeit und natürlich Öffentlichkeitsarbeit. Die Aktionen sollen europaweit, auf nationaler und lokaler Ebene stattfinden. Hauptsächlich wird es um Aktionen gehen, die ohnehin durchgeführt werden, sich aber unter das Label der Kampagne setzen und damit den Werbe- und Öffentlichkeitseffekt erhöhen. Dabei werden ausdrücklich Kooperationen mit den nationalen Regierungen, den Fachverwaltungen der Jugendhilfe, den Dachverbänden der Jugendhilfe, den Stadtverwaltungen, den Jugendhilfeträgern im Einsatz für Minderheiten und den Nationalagenturen für das EU-Aktionsprogramm JUGEND begrüßt. Verschiedene Wege der Öffentlichkeitsarbeit, der Einsatz von Medien, Trainingskurse und Unterrichtseinheiten, Bildungsmaterial, Konferenzen und ein Festival wurden bisher vorgeschlagen.

Auf europäischer Ebene wird die Kampagne durch eine Steuerungsgruppe beim Europarat geleitet, auf nationaler Ebene ist in Deutschland eine Steuerungsgruppe beim DBJR beauftragt, die Aktionen zu koordinieren.

Zeitplan

März 2006

Einrichtung des nationalen Kampagnensekretariats

1. Treffen der nationalen Kampagnenkomitees

Juni 2006

Start der Kampagne in Europa und in Deutschland

September 2007

Ende der Kampagne

Finanzierung der Kampagne

Der Europarat wird 600.000 Euro für seine eigenen Kampagnenaktivitäten bereitstellen. Die Mitgliedstaaten müssen die Kampagne mittels eigener Gelder finanzieren. Weitere Mittel für europäische Aktivitäten wird die Europäische Union zur Verfügung stellen.

Weitere Information sind einer Internet-Seite des Europarates sowie den Seiten des DBJR zu entnehmen.

Dokumente