Sinnvolle Investition: Jugend als gesellschaftliche Kraft in den Östlichen Nachbarländern der EU stärken

2012 und 2013 wird es mehr Fördermittel und spezifische Prioritäten für die Zusammenarbeit im Jugendbereich zwischen der EU und den Östlichen Nachbarländern geben.

Bei der Planung der Mittel für ein „Eastern Partnership Youth Window“ im Rahmen des so genannten Europäischen Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstruments (ENPI) sind insgesamt ca. 31,5 Mio. € vorgesehen. Umgesetzt werden soll die Förderung gemäß der generellen Richtlinien von JUGEND IN AKTION.

Nutznießer sind Kooperationsprojekte mit Partnern aus Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldawien und die Ukraine. (Die Russische Föderation gehört ausdrücklich NICHT in diesen Förderrahmen).

Die Vorarbeiten zur jetzt beginnenden zweiten Phase von ENPI fielen in die Zeit, in der die Demokratisierungsbewegung in den arabischen Ländern und die damit einhergehenden Umbrüche den politischen Alltag bewegten. Das löste allenthalben auch ein erneutes Nachdenken über die Rolle der Zivilgesellschaft und insbesondere der Jugend als demokratische Kraft aus. Analog zu den Unterstützungsangeboten im Rahmen der EuroMed-Kooperation mit den mediterranen Nachbarländern außerhalb der EU und zur Stärkung des Jugendsektors auch in den genannten Östlichen Nachbarländern hat die Kommission die Einrichtung des neuen „Eastern Partnership Youth Window“ beschlossen.

Im Bereich Jugend werden die Beteiligung von Jugendorganisationen und jungen Menschen in der Entwicklung der Demokratie und die aktive Bürgerschaft als Ziele beschrieben. Junge Menschen sollen viel mehr als bisher im sozialen, beruflichen und politischen Leben beteiligt werden. Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen jungen Menschen und Jugendakteuren zwischen den Staaten der EU und den östlichen Nachbarn soll dafür gestärkt werden.

Dafür ist auch die so bedeutende Unterstützung von Jugendorganisationen bei der Entwicklung und der Ausübung ihrer Rolle in der Zivilgesellschaft vorgesehen.

Die Kombination der Förderung von Jugendorganisationen vor Ort in den Ländern und den Ausbau der Projekte im Sinne von JUGEND IN AKTION mit den Nachbarstaaten erscheint dabei sinnvoll.

Dabei wurden mit der Umsetzung auch spezifische Förderschwerpunkte verknüpft, die zusätzlich zu den bestehenden Prioritäten von JUGEND IN AKTION als notwendig erachtet werden. Es sollen insbesondere junge Menschen aus ländlichen oder benachteiligten städtischen Gebieten erreicht werden. Projekte sollen das Bewusstsein und das Wissen über Jugendarbeit und ihren Wert vermitteln helfen. „Eastern Partnership Youth Window“ soll weiter zu dem Austausch von guter Praxis in der Jugendarbeit beitragen.

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