Sie bleiben hartnäckig: Beschlüsse des Jugendministerrats waren vorhersehbar

Die europäischen Jugendministerinnen und Jugendminister verlangen zum Beispiel bessere Bedingungen für den grenzüberschreitenden Freiwilligendienst.

via Französische Ratspräsidentschaft

Auf ihrer Sitzung am 20. November 2008 haben die europäischen Jugendministerinnen und Jugendminister sich vor allem mit den Themen „Gesundheit“ und „grenzüberscheitender Freiwilligendienst“ beschäftigt.

Mit einer Resolution bekräftigten die Minister ihre Forderungen nach Erleichterungen für den grenzüberschreitenden Freiwilligendienst. In der Entschließung werden die Mitgliedstaaten ersucht, die Mobilität junger Freiwilliger in ganz Europa zu fördern, indem die Bedingungen für die Kooperation, zum Beispiel zwischen den Organisatoren von Freiwilligendiensten in verschiedenen Ländern, verbessert werden. Damit machte sich der Jugendrat die Vorschläge der Arbeitsgruppe Jugend - die Gruppe, die die Sitzungen und Entscheidungen der Jugendminister vorbereitet – zu eigen, die diese am 20. Oktober 2008 vorgelegt hatten. (siehe NEWS).

In einer weiteren Entschließung zu „Gesundheit und Wohlbefinden junger Menschen“ fordert der Jugendrat einen umfassenden und ressortübergreifenden gesundheitspolitischen und jugendpolitischen Ansatz, vor allem im Bereich des öffentlichen Gesundheitssystems, im Bereich des formalen und nicht-formalen Lernens, Beschäftigung und soziale Teilhabe, Kindheit und Familie, Sport, kulturelle Aktivitäten, Forschung, Umwelt Medien und Verbraucherschutz. Schule und Jugendarbeit sollen die Gesundheit junger Menschen fördern, insbesondere durch präventive Maßnahmen. (siehe NEWS).

Die Jugendratssitzung bot ferner Gelegenheit zu einem „fruchtbaren und konstruktiven Meinungsaustausch“, wie es in der Pressemitteilung heißt, über die auf europäischer Ebene durchgeführten jugendpolitischen Maßnahmen sowie über den zukünftigen europäischen Kooperationsrahmen im Bereich Jugendpolitik, welcher 2009 einer Revision unterzogen wird. Zuvor hatten vier Mitgliedslände in einem Brief Vorschläge für die Zukunft der jugendpolitischen Zusammenarbeit in der EU gemacht. (siehe NEWS). Dem Rat ging ein informelles Forum voraus, bei dem ein Austausch zwischen den Ministern der Dreierpräsidentschaft (Frankreich, Tschechische Republik und Schweden), der vorhergehenden Ratspräsidentschaft (Slowenien) sowie dem EU-Kommissar für Jugend und Vertretern des Generalsekretariats des Rates und des Europäischen Parlaments mit dem Europäischen Jugendforum, dem Forum der europäischen Jugendräte und der Jugend-NGOs Europas, stattfand.

Auch der Rat der Bildungsminister, der am selben Tag stattfand, beschloss die Unterstützung von Mobilitätsmöglichkeiten für junge Menschen. Über die in den Schlussfolgerungen festgelegten Ziele sind die Mitgliedstaaten aufgefordert, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, an einer Form der Mobilität teilzunehmen (Studienaufenthalt oder Praktikum). Diese Ziele richten sich an den Bereich der schulischen Bildung, den Hochschulbildungsbereich sowie den Berufsbildungsbereich. Es geht darum, die Mobilität zu einer festen Komponente in der europäischen Bildungslaufbahn zu machen.

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