Sachsen will EU-Freiwilligendienst ausweiten: "Europa muss ein Europa der Bürgerinnen und Bürger werden."

Sachsen will sich für die Weiterentwicklung des Europäischen Freiwilligendienstes zu einem Freiwilligen Europäischen Jahr für alle Bürger, unabhängig vom Alter, einsetzen.

Einen entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen von CDU und FDP hat heute der Sächsische Landtag zugestimmt. Um eine möglichst große Zahl von Freiwilligen zu erreichen, sollen die erforderlichen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass die Mitwirkung jedem interessierten Bürger ermöglicht werden kann, ohne dass dieser dadurch berufliche Nachteile bekommt. Um einen Verdrängungswettbewerb auf dem Arbeitsmarkt zu verhindern, ist bei allen Maßnahmen der Grundsatz der Arbeitsmarktneutralität zu beachten.

„Die Europäische Union ist besser als Ihr Ruf“, sagte Andreas Hähnel, europapolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion heute im Parlament. „Weil fast nur noch die Problematik der Euro – und Schuldenkrise im Fokus der Öffentlichkeit stehen, geraten die Vorteile für die Bürger des europäischen Einigungsprozesses immer mehr in den Hintergrund. Die Ausweitung des Europäischen Freiwilligendienstes zu einem Freiwilligen Europäischen Jahr für alle Bürger kann dazu beitragen, den europäischen Gedanken insgesamt neu zu beleben. Europa muss ein Europa der Bürgerinnen und Bürger werden“, betonte Hähnel.

„Wir müssen den Menschen in den EU-Staaten vermitteln, dass ihre gemeinsamen Wertvorstellungen, die gemeinsame Kultur und Geschichte die Fundamente der Europäischen Union bilden. Dazu müssen grenzüberschreitende Dialoge ermöglicht und das gegenseitige Kennenlernen erleichtern werden. Auch deshalb setzen wir uns dafür ein, ein Freiwilliges Europäisches Jahr für alle Interessierten zu ermöglichen. Bisher war die Teilnahme am Europäischen Freiwilligendienst nur im Alter zwischen 18 und 30 Jahren möglich. Warum sollen wir aber nicht die Altersbegrenzung fallen lassen? Es kann doch keinen Unterschied machen, ob jemand 30, 31 oder 40 Jahre alt ist, wenn er sich in und für Europa engagieren will“, so der CDU-Europapolitiker abschließend.

(Quelle: CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages)

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