Rekordzahlen für Erasmus+ im Jahr 2017: Jugendkapitel JUGEND IN AKTION auf den ersten Plätzen

2017 war ein Rekordjahr für Erasmus+, dem EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport. Dies bestätigt der kürzlich von der Europäischen Kommission veröffentlichte „Erasmus+ Jahresbericht 2017“ (LINK) mit Hinweis auf die Investition der EU (2,6 Mrd. EUR, 13% mehr als 2016) und verschiedene Umsetzungsergebnisse.

Im Bereich der Lernmobilität verzeichnete das EU-Programm fast 800.000 Teilnehmer / -innen, 62.906 teilnehmende Organisationen und 18.090 geförderte Projekte. Für Menschen mit geringeren Chancen oder mit besonderen Bedürfnissen ist das Programm zugänglicher geworden: Allein 2017 haben insgesamt 82.637 teilgenommen, von denen fast 8.000 Personen besondere Bedürfnisse aufwiesen.

Das Jugendkapitel Erasmus+ JUGEND IN AKTION zeigte eine besonders starke Performance, als eines von sieben Programmkapiteln (Hochschulbildung, berufliche Bildung, schulische Bildung, Erwachsenenbildung, Jugend, Sport und Jean Monnet).

Im Bereich der Lernmobilität von Einzelpersonen (Leitaktion 1), die das Gros des EU-Programms ausmacht, positionierte sich Erasmus+ JUGEND IN AKTION an 1. Stelle bei der Anzahl der gestellten Anträge, der bewilligten Projekte und der teilnehmenden Organisationen. An 2. Stelle steht das Jugendkapitel bei der Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, von denen allein das Jugendkapitel 75% der Personen mit geringeren Chancen oder mit besonderen Bedürfnissen mobilisiert. Diese Ergebnisse sind umso positiver, als Erasmus+ JUGEND IN AKTION nur den 4. Platz beim Gesamtbetrag der bewilligten Fördergelder und den 5. Platz bei der Förderrate (Erfolgsrate) der eingereichten Projektanträge erreichte.

Die Fördermöglichkeiten von Erasmus+ JUGEND IN AKTION finden weiterhin sehr hohen Zuspruch. Die niedrige Förderquote (35%) macht allerdings deutlich, dass eine Mehrzahl auch von qualitativ hochwertigen Anträge abgelehnt werden muss, weil das Jugendkapitel weiterhin unterfinanziert ist.

Erasmus+ nach 2021

Seit 1987 gehören Erasmus+ und seine Vorläuferprogramme zu den erfolgreichsten Programmen der Europäischen Union. Ende November 2018 hat der Rat der Europäischen Union seinen Standpunkt zu den Programmen Erasmus+ -und Europäisches Solidaritätskorps- für den Zeitraum 2021-2027 festgelegt. Im aktuellen Programm sollen mit 10% Teilbudget für das Jugendkapitel 25% aller Teilnehmer / -innen des gesamten EU-Programms erreicht werden. Für 2021-2027 soll das Angebot an Lernmöglichkeiten in Europa erweitert und die Teilnehmerzahl sogar verdreifacht werden. Für Erasmus+ ist eine Verdopplung des Budgets vorgesehen, konkret für den Jugendbereich sind im Moment 10,3% des Gesamtbudgets (30 Mrd Euro) vorgesehen. Der Standpunkt des EU-Rats dient als Grundlage für die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament, das im Vorfeld mehrfach eine Verdreifachung des Programmbudgets gefordert hatte. Weitere Details zu den Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen (2021-2027) können Sie im Portal jugendpolitikineuropa.de von JUGEND für Europa nachlesen (LINK).

(JUGEND für Europa, Februar 2019)

==

Europäische Kommission, Erasmus+ Jahresbericht 2017 (LINK)
Datensätze Erasmus+ Annual Report 2017. Statistical Annex (LINK)
Factsheets - Erasmus+ im Allgemeinen und nach Mitgliedsstaaten (LINK)