Post von den Staatschefs - Ein europäischer Pakt für die Jugend

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat in einem gemeinsamen Brief mit dem französischen Staatspräsidenten, dem spanischen und dem schwedischen Ministerpräsidenten vorgeschlagen, den europäischen Einsatz für die Jugend zu verstärken. Auf der gestrigen Sitzung des Rates war die Initiative bereits Thema.

via Presse- und Informationsamt der Bundesregierung - REGIERUNGonline vom 02.11.2004

Anlass für das Schreiben an den amtierenden EU-Ratspräsidenten Jan Peter Balkenende sind die seit Monaten öffentlich wahrgenommenen Warnsignale zur Lissabon-Strategie. Mit dem vorliegenden Brief erfährt die Zielgruppe "Jugend" im Rahmen der allgemeinen Diskussion zur Lissabon-Strategie nun eine erhebliche Aufwertung.

In ihrem Schreiben vom 29. Oktober setzen sich die genannten Regierungschefs nun für einen "Europäischen Pakt für die Jugend" ein, vorrangig um das Problem der Jugendarbeitslosigkeit und der Überalterung der Gesellschaften in Europa zu lösen. Sie schlagen vor:

  • allen Jugendlichen in Europa die Möglichkeit zum Erfolg an die Hand zu geben, indem das Problem der Jugendarbeitslosigkeit und die Schwierigkeiten der jungen Menschen bei der sozialen und

    beruflichen Eingliederung wirksamer angegangen werden;

  • eine stärkeres Zusammenspiel von EU-weiten Programmen herzustellen, die die Lage der Jugendlichen betreffen oder berühren (Ausbildung, Forschung, Erziehung, Ermutigung zum Unternehmergeist, Mobilität, Kultur usw.);
  • neue Maßnahmen zur Unterstützung der Bevölkerungsentwicklung in Europa zu treffen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, persönlicher Entwicklung und Familie herbeizuführen.
Die Initiative wurde bereits auf der laufenden Ratssitzungen der Regierungschefs (4./5.11.2004) zur Sprache gebracht. Der amtierende EU-Ratspräsident Jan Peter Balkenende sagte wörtlich:

"We had a lively debate about the position of young people. Especially in the light of ageing. This was emphasised by President Chirac who urged to take action against youth unemployment.

The recipe is: education, knowledge, innovation. And a serious increase in the number of people in the workforce. That will require drastic reforms".

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