Österreichs Jugendstrategie: "Mit neuer Jugendstrategie aus Betroffenen Beteiligte machen"

Das österreichische Jugendministerium hat seine Planungen für die Entwicklung einer "Jugendstrategie" veröffentlicht.

Diese erste Sammlung jugendpolitischer Ziele und Maßnahmen wurden von einer im Februar 2012 eingesetzten "Entwicklungsgruppe" für die Jugendstrategie entwickelt unfd nun gemeinsam mit der Bundes-Jugendvertretung und den Bundesnetzwerken der Offenen Jugendarbeit und Jugendinformation in Österreich vorgelegt.

Inhaltliche Grundlagen der Jugendstrategie sind dabei - zusätzlich zur jugendpolitischen Arbeit des BMWFJ - die EU-Jugendstrategie 2010-2018 sowie im Themenzusammenhang relevante und im Hinblick auf ihre jugendpolitische Relevanz systematisch ausgewertete Nationale Aktionspläne und Strategien sowie die Arbeit der Bundes-Jugendvertretung und der Bundesnetzwerke der Offenen Jugendarbeit und Jugendinformation.

Die Jugendstrategie des BMWFJ soll als ein Prozess zur Stärkung und Weiterentwicklung der Jugendpolitik in ganz Österreich verstanden werden.

Wesentliches Kennzeichen der Jugendstrategie ist die aktive Einbeziehung von Jugendlichen auf vielfältige Weise. Dabei steht die Zielgruppe der 14- bis 24-Jährigen im Zentrum. Deren kontinuierliche Einbindung wird von der Bundes-Jugendvertretung und den Bundesnetzwerken der Offenen Jugendarbeit und Jugendinformation bis hin zu den lokalen Organisationen und Vereinen gewährleistet und findet sich im gesamten Prozess zur Entwicklung der Jugendstrategie wieder.

Zur Stärkung von Jugendpolitik als Querschnittsaufgabe, die Gemeinden, Länder und Bund betrifft, forciert das österreichische Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) ein sogenanntes „Wissen-Transparenz-Gestaltungsspielraum“(WTG)-Modell. Durch Wissens-Transfer zwischen den Akteuren und mehr Transparenz kann der jugendpolitische Gestaltungspielraum beispielsweise durch Kooperationen erweitert werden.

Dem Jugendressort kommt bei diesem Prozess auf Basis eines Modellprojekts Impuls- und Vorbildwirkung zu. Ziel ist ein Netzwerk im Interesse der Jugend, das vom BMWFJ koordiniert wird.

Die Jugendstrategie soll schließlich die Erreichung von jugendpolitischen Zielsetzungen durch die Messung von qualitativen und quantitativen Indikatoren verbessern und damit die Grundlage für die laufende Evaluierung der Effektivität von Jugendpolitik in ganz Österreich bieten. Ziel ist es, die gewonnenen Erkenntnisse im Interesse der Jugend auch auf EU-Ebene einzubringen.

Aus den formulierten Zielen und Maßnahmen wählte das BMWFJ Projekte aus, die als „First Steps“ noch im Jahr 2012 realisiert werden. So werden beispielsweise Unternehmen bei der Einschätzung und Anerkennung der informell und non-formal erworbenen Qualifikationen ihrer künftigen Beschäftigten unterstützt und werden zur verpflichtenden "Wirkungsorientierten Folgenabschätzung" bei Gesetzesvorhaben vertiefende Schulungen für Legist/innen zum Modul "Kinder und Jugend" angeboten. Zusätzlich wird ein Maßnahmenpaket Medienkompetenz geschnürt.

Zusätzlich werden mittel- und langfristige Visionen und Perspektiven für weitere Umsetzungsschritte aufgezeigt.

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