Nur nicht alt aussehen: Wird 2012 zum Europäischen Jahr des Generationenverhältnisses?

Die Kommission hat eine Konsultation gestartet, um 2012 zum "Europäischen Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen" zu machen.

via GD Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit

Seit der Konferenz über die Solidarität zwischen den Generationen, die im April 2008 unter dem slowenischen EU-Ratsvorsitz veranstaltet wurde, werden immer wieder Vorschläge laut, ein Europäisches Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen auszurufen. Ein solches Europäisches Jahr sollte die Sensibilisierung dafür erhöhen, welchen Beitrag ältere Menschen zur Gesellschaft leisten, und andererseits innovative Maßnahmen verbreiten, mit denen das volle Potenzial der alternden Babyboom-Kohorten besser mobilisiert werden kann.

Die Sachlage ist klar: Niedrige Geburtenraten einerseits und eine Babyboom-Generation, die selbst kurz vor dem Erreichen des Rentenalters steht. Diese Entwicklungen wurden im zweiten Bericht der Kommission zur europäischen Demografie "Meeting Social Needs in an Ageing Society" (Erfüllung sozialer Bedürfnisse in einer alternden Gesellschaft) näher beschrieben. Viele befürchteten, so heißt es im Dokument der GD Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit, Sozialschutz und soziale Integration, „dass dieses schnellere Altern der europäischen Gesellschaften zu Spannungen zwischen den Generationen führe.

Mit der vorliegenden Konsultation sollen Ideen und Vorschläge eingeholt werden, um in Erfahrung zu bringen, wie mit einem solchen Europäischen Jahr die beste Wirkung erzielt werden könnte. Die Konsultation wird darüber hinaus der Kommission helfen zu entscheiden, ob und wie ein Europäisches Jahr organisiert werden soll. Dafür hat die Kommission auf einer eigenen Webseite einen Fragebogen ins Netz gestellt, der von Bürgerinnen und Bürgern, Organisationen und Behörden bis 31. Juli 2009 beantwortet werden kann.

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