Nähebedürftig: Die Ergebnisse der Konsultation zu Erasmus Mundus

Vor allem an einem Aneinanderrücken der Hochschulprogramme sind die Nutzer von Erasmus Mundus interessiert. Nicht aber an einer Integration mit einem neuen Jugendprogramm. 

Das zurzeit mit 950 Mio. € ausgestattete Programm Erasmus Mundus ist ein Kooperations- und Mobilitätsprogramm für Hochschuleinrichtungen, mit dem Partnerschaften, gemeinsame Master- oder Promotionsprogramme und andere Projekte gefördert werden.

Anders als das Schwester-Programm Erasmus fördert es nicht nur den innereuropäischen, sondern den weltweiten Universitätsaustausch. Es fördert qualitativ hochwertige Kurse und "Excellenz" in der europäischen Hochschulbildung, den Aus- und Aufbau und die Qualität tertiärer Bildungsgänge, akademische Mobilität sowie Kooperation und Austausch zwischen EU- und Nicht- EU-Partnern im Hochschulbereich.

Und genau das ist auch gut so, meinen 392 Beiträge – geleistet von 260 Individuen und 132 Organisationen - , die im Rahmen der Konsultation vom 15. September bis zum 30. November 2010 ihre Meinung sagten. Überwiegend waren es Nutzer des laufenden Programms, und dabei vor allem Studentenorganisationen, Ministerien und Hochschuleinrichtungen, die zu Fragen wie und ihre Meinung abgaben.

Um es gleich zu sagen: Weniger als 20% befürworten die Mischung eines künftigen Jugendprogramms oder auch einen Programms für Lebenslanges Lernen mit Erasmus Mundus. Eher schon möchten 52% der Antwortenden eine Konstruktion, bei dem diese Programme weiterhin eigenständig blieben, allerdings im Rahmen eines „integrierteren Ansatzes“. Offensichtlich sucht man die Nähe oder die „engere Integration“ mit anderen Hochschulprogrammen wie Erasmus (ca. 60% Zustimmung) oder den bilateralen Hochschulprogrammen mit USA und Kanada, Lateinamerika oder Afrika (Zustimmung über 50%). Und wenn schon Erweiterung, dann möchten es zwei Drittel der Stimmen „in einigen Bereichen“ zur beruflichen Bildung öffnen. Auch mit der Arbeitswelt möchten 75 % mehr Kooperation, vor allem, um Studierende auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Und wie soll es dann heißen? Die Prioritäten und der gute Ruf des Programm sollen erhalten bleiben, meinen die Stakeholder. Dann auch der Name. Alles andere würde nur zu Verwirrung führen.

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