13.05.2011Youth on the Move

Nachhilfe: Das Europäische Parlament beschließt seine Anmerkungen zu "Youth on the Move"

Mehr Mittel für EU-Programme zur Jugendmobilität sowie die EU-weite Anerkennung von Qualifikationen fordert das Europäische Parlament in einer am Donnerstag angenommenen Entschließung.

"Sogar in Zeiten der Wirtschaftskrise sollte die Finanzierung von Jugendprogrammen und Bildung als eine Investition in die Zukunft Europas angesehen werden", heißt es in der von Milan Zver (Europ. Volkspartei) vorgelegten und am Donnerstag per Handzeichen angenommenen Entschließung.

Die Abgeordneten begrüßen die Initiative der Kommission "Youth on the Move" grundsätzlich. Ferner unterstützen sie das EU-Ziel, dass mindestens 40 % der jungen Menschen einen Hochschul- oder Fachabschluss erreichen. Sie ermutigen die Mitgliedstaaten, mindestens 2% ihres BIP in Hochschulbildung zu investieren. Das Parlament fordert ferner einen stärkeren Dialog mit Jugendorganisationen und mehr Beteiligung von Jugendlichen an Entscheidungsprozessen.

Mehr Anstrengungen zur Förderung von Mobilität nötig

Mittel für  Mobilität und Jugendprogramme wie Lebenslanges Lernen (Erasmus, Leonardo da Vinci, Comenius, Grundtvig), Marie Curie, Erasmus Mundus und JUGEND IN AKTION müssen ab 2013 erhöht werden, so die Abgeordneten.

Programme für Mobilität dürfen zudem nicht nur auf Studenten beschränkt sein. Berufsschüler, Lehrer und Jugendarbeiter sollten auch daran teilnehmen können.

Das Parlament spricht sich auch dafür aus, dass Kinder zwei Fremdsprachen, einschließlich die der Nachbarsländer, in frühen Lebens- bzw. Bildungsphasen lernen sollten. Eine weitere Forderung der Abgeordneten ist die EU-weite Anerkennung von Bildungsabschlüssen und beruflichen Qualifikationen.

Beschäftigungsfähigkeit von Studierenden und Absolventen

Die Abgeordneten sprechen sich dafür aus, die Zusammenarbeit von Hochschulen, Berufsbildungseinrichtungen und dem Privatsektor zu unterstützen und auszubauen, um Universitätslehrpläne an Marktbedürfnisse anzugleichen. Sie befürworten auch eine Modernisierung der beruflichen Bildung.

Jedoch sollte Hochschulbildung nicht nur die Beschäftigungsfähigkeit sicherstellen, sondern auch "die Kreativität und Innovationsfähigkeit der jungen Menschen fördern und einen Beitrag zu ihrer intellektuellen und sozialen Entwicklung leisten", so die Abgeordneten.

Bekämpfung von Diskriminierungen und Ungleichheiten

Das Parlament fordert mehr Unterstützung für junge Menschen mit Behinderung, junge Eltern und für Bildungsrückkehrer. Das Parlament stellt fest, dass das Berufswahlverhalten nach wie vor auf geschlechterspezifischen Entscheidungen beruht und dies zu Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen beiträgt.

Anstrengungen müssen unternommen werden, um Mädchen bereits früh insbesondere für den Unterricht in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und für Bereiche zu interessieren, die von strategischer Bedeutung für die berufliche Entwicklung sind. Jungen hingegen sollten für erzieherische, pflegerische und soziale Berufe interessiert werden, so das Parlament in seiner Resolution.

(Quelle: Europäisches Parlament, 20110511IPR19218)

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