Modellprojekt am Start: "Lernerfahrungen durch grenzüberschreitende Mobilität für Jugendliche ermöglichen"

JUGEND für Europa startet das neue Modellprojekt im Auftrag des BMFSFJ als sechste Teilinitiative von JiVE. Die Zielsetzungen des Projekts und seine Aktivitäten werden über drei Bausteine realisiert.

Mit der Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik in Deutschland entsteht seit 2011 auch ein grundlegender Referenzrahmen für die europäische und internationale Jugendpolitik. Darin soll das jugendpolitische Ziel, allen jungen Menschen Lernerfahrungen in einem anderen Land zu ermöglichen und vorhandene Mobilitätshindernisse zu beseitigen, dauerhaft umgesetzt werden.

Wichtige Impulse dazu kamen von der EU: Im Mai 2011 hatten der EU-Rat für Bildung, Jugend, Kultur und Sport seine elf „Empfehlungen zur Förderung der Lernmobilität junger Menschen“ beschlossen. Mobilität soll ein „fundamentaler Weg sein, auf dem junge Menschen ihre künftige Beschäftigungsfähigkeit stärken können, aber auch ihre interkulturelle Sensibilität, ihre Persönlichkeitsentwicklung, Kreativität und aktive Bürgerschaft.“

Mit dem neuen Modellprojekt „Lernerfahrungen durch grenzüberschreitende Mobilität für Jugendliche ermöglichen“ will das BMFSFJ zur Umsetzung dieser Empfehlungen beitragen und beispielhafte Wege aufzeigen, wie dieses Ziel nachhaltig realisiert werden kann.

Das Projekt wird federführend von JUGEND für Europa umgesetzt, in Zusammenarbeit mit IJAB. Es wird sechste Teilinitiative von JiVE (Jugendarbeit international - Vielfalt erleben)*. Die Zielsetzungen des Projekts und seine Aktivitäten werden über drei Bausteine realisiert:

  • Baustein 1 - Länderspezifische Entwicklungsinitiativen:

    Entwicklung und Umsetzung länderspezifischer Strategien zur Förderung von Lernerfahrungen durch grenzüberschreitende Mobilität insbesondere im Bereich der Jugendhilfe mit besonderem Augenmerk auf bislang unterrepräsentierte Zielgruppen von Jugendlichen und Fachkräften. Dieser Baustein wird inhaltlich eng verbunden mit dem JiVE-Projekt „Kommune goes International (KGI)“. Die Projektaktivitäten werden aufeinander ausgerichtet, beide Projekte unterstützen sich gegenseitig und KGI soll zusätzlich seinen Fokus auf der Ebene der Bundesländer verstärken.

  • Baustein 2 - Fachkräfteinitiative ,Grenzüberschreitende Lernmobilität':

    Erarbeitung von Eckpunkten für eine Strategie zur Förderung der Mobilität von Fachkräften gemeinsam mit den relevanten Akteuren der Fort- und Weiterbildung in Bund und Ländern.

  • Baustein 3 - Runder Tisch zur grenzüberschreitenden Lernmobilität:

    Identifizierung von Mobilitätshindernissen und
    Entwicklung von Maßnahmen in den Bereichen, die nachhaltig zur Förderung von Lernerfahrungen junger Menschen durch grenzüberschreitende Mobilität im Bereich der Jugendhilfe beitragen können.

Das Modellprojekt und die Umsetzung der EU-Jugendstrategie

Das Modellprojekt bildet im Themenfeld „Europäische Lernmobilität“ eine zentrale Schnittstelle zwischen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie und der Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik in Deutschland. Es baut ganz maßgeblich auf der Bund-Länder-Zusammenarbeit zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie auf. Der Verlauf und die Ergebnisse des Gesamtprojektes und der einzelnen Teilprojekte sollen regelmäßig in die Beratungen der Bund-Länder AG zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie einfließen, dort rückgekoppelt und reflektiert werden. Die exemplarischen Kooperationen mit einzelnen Bundesländern (Baustein 1), insbesondere aber das Feld „Fachkräftemobilität“ (Baustein 2) soll eng mit der Arbeit der Bund-Länder-AG verzahnt werden.

Bei JUGEND für Europa wird das Projekt durch Christof Kriege verantwortlich betreut, dazu kommt ab dem 16.07. Frau Maite Ulazia als neue Kollegin in der Projektunterstützung. Auch IJAB wird ab 01.08. eine halbe Projektstelle besetzen können. Das Projekt läuft bis Ende 2014.

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*Alle Teilinitiativen von JiVE:

  • Kommune goes International
  • International: Interkulturell
  • Interkulturell goes on!
  • Jugendsozialarbeit macht mobil
  • Diversitätsbewusste internationale Jugendarbeit
  • Lernerfahrungen durch grenzüberschreitende Mobilität für Jugendliche ermöglichen

Mehr Informationen unter www.jive-international.de

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