17.11.2010Youth on the Move

Mehr Fachlichkeit, wenig Klarheit: Youth on the Move bewegt auch den Rat

Am 19. November hat nun auch der Jugendministerrat seine Sichtweise auf die EU-Leitinitiative beschrieben. Dabei haben sie die Jugendarbeit explizit benannt. Viel mehr aber noch nicht.

via Rat der Europäischen Union

"Youth on the Move", so stellt der Beschluss der EU-Jugend- und Bildungsminister zunächst fest, setze "junge Menschen ins Zentrum des Rahmenwerks für die EU". Was dann folgt, ist erst einmal nur der Versuch einer Gebrauchsanweisung oder Anwendungsmatrix für die Leitinitiative. Allerdings sieht sich der Jugend- und Bildungsministerrat mit dem Hinweis auf die eigentlichen Kompetenzen der Mitgliedstaaten in vielen Bereichen in der Schlüsselrolle bei der Umsetzung der "Youth on the Move" - Initiative.

Speziell zum Bereich Jugendarbeit führt er aus, dass im Rahmen von „Youth on the Move“ die Qualität und Quantität der Mobilität in nicht-formalen und informellen Lernumgebungen für alle jungen Menschen gestärkt werden solle, vor allem für benachteiligte. Es sollten die nicht-formalen und informellen Lernerfolge beworben und deren Anerkennung verbessert werden, um den Zugang junger Menschen zu formaler Bildung und Ausbildung sowie zum Arbeitsmarkt zu unterstützen. Außerdem solle die Jugend ermutigt werden, am demokratischen Leben teilzunehmen.

Wie man aus der Kommission vernimmt, gibt es im Moment einen starken Druck seitens des Generalsekretariats (Barroso), alle Initiativen und Budgets auf die EU 2020 Strategie auszurichten. Vor diesem Hintergrund liest sich der Beschluss als eine von Verständnis geprägte und dennoch sanfte Mahnung an die Kommission, es nicht zu weit zu treiben mit dem Primat der Mobilität zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit. Entscheidend scheint vor allem jener Passus, in dem sich der Rat über die existierenden Förderprogramme Lebenslanges Lernen, Erasmus Mundus und JUGEND IN AKTION auslässt:

"While their scope extends beyond that of the Youth on the Move initiative, existing EU programmes such as the Lifelong Learning, Erasmus Mundus and Youth in Action programmes clearly have an important contribution to make towards achieving the aims of this initiative, as well as those of the Europe 2020 Strategy in general. Both the broad scope of the programmes and their contribution to the initiative should be acknowledged when designing the next generation of programmes."

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