Kurz & knackig: Empfehlungen der EU-Jugendkonferenz von Sorø

Am vergangenen Mittwoch endete die EU-Jugendkonferenz im dänischen Sorø mit der Verabschiedung von 14 Empfehlungen. Jugendkommissarin Vassiliou zeigte Nerven.

Zuvor hatten Jugend- und Ministeriumsvertreter/-innen aus allen EU-Ländern drei Tage lang intensiv darüber diskutiert, wie die Jugendbeteiligung bei Wahlen gestärkt werden könnte und ein EU-Jugendförderprogramm nach 2014 aussehen sollte.

Grundlage für die Diskussionen in sieben Workshops bildeten Konsultationen mit Jugendlichen und Jugendorganisationen in allen 27 EU-Mitgliedstaaten.

Die wichtigsten Forderungen in Kürze

Unter anderem fordern die Teilnehmenden der EU-Jugendkonferenz die Mitgliedstaaten auf, Debatten über die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre zu initiieren, Wahlverfahren zu vereinfachen und Wahllokale an Orten einzurichten, an denen sich junge Menschen aufhalten. Des Weiteren empfehlen sie, politische Bildung verpflichtend zu machen und die Einrichtung lokaler Jugendeinrichtungen zu fördern, in denen junge Menschen sich treffen können, um eigene Projekte zu entwickeln und umzusetzen. 

Die engere Einbeziehung von Jugendorganisationen und jungen Menschen in Entscheidungen zu jugendrelevanten Fragen ist eine weitere zentrale Forderung der EU-Jugendkonferenz. Die Mitgliedstaaten werden aufgerufen, Jugendverbände zu unterstützen, deren Arbeit im Bereich der non-formalen Bildung besser anzuerkennen und strategische Partnerschaften mit ihnen einzugehen. 

Ein wichtiges Thema der EU-Jugendkonferenz war darüber das EU-Förderprogramm für den Jugendbereich ab 2014. Die Teilnehmenden fordern ein unabhängiges Programm mit eigenem Budget, die Teilhabe junger Menschen in alle gesellschaftlichen Bereichen fördert und Möglichkeiten für die persönliche und soziale Entwicklung durch außerschulisches und informelles Lernen, freiwilliges Engagement, aktive Bürgerschaft, interkulturelle Zusammenarbeit und Jugendarbeit bietet.

Diskussion über das EU-Jugendprogramm ab 2014

Über die Gestaltung des EU-Jugendprogramms ab 2014 gab es während der offiziellen Eröffnungsrunde eine heftige Diskussion mit der für Jugendfragen zuständigen EU-Kommissarin Androulla Vassiliou. Im Laufe der Diskussion forderte die Kommissarin die Jugendvertreter/-innen auf, ihr 10 Gründe für ein unabhängiges Programm zu nennen. Diese nahmen die Herausforderung an und antworteten ihr auf kreative Weise mit einem Videoclip (auf Englisch).

Mehr Informationen zur Jugendkonferenz finden Sie auf www.strukturierter-dialog.de

(Quelle: DBJR, www.strukturierter-dialog.de)

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