Kampf gegen Schul- und Ausbildungsabbruch

Die Bildungsminister- und –ministerinnen der alten und neuen Mitgliedstaaten der EU nahmen während ihrer Sitzung eine Entschließung zum Thema „Gestaltung der Schule als offenes Lernumfeld, um Schulabbruch und Missbehagen bei Jugendlichen vorzubeugen und entgegenzuwirken und die soziale Integration der Jugendlichen zu fördern“ an.

via BBJ EU-News

Diese war von der italienischen EU-Präsidentschaft vorgelegt worden und basierte auf Ergebnissen einer diesbezüglichen europäischen Konferenz in Italien von Anfang Oktober diesen Jahres. Die Entschließung verfolgt den Grundsatz der Förderung der Beschäftigungsfähigkeit der Jugendlichen als Mittel zu sozialer Integration, was zu den Zielen der europäischen Bildungspolitik gehört. Deshalb gelte es, so wird betont, das Problem der Schulabbrecher anzugehen. Dabei orientiert sich der Rat an dem von ihm im März 2003 festgelegten Benchmark, den durchschnittlichen Anteil von vorzeitigen Schulabgängern von derzeit 19% auf 10% im Jahr 2010 zu senken. Man kam überein, dass die Schule, neben den Eltern und sozialen Verbänden, den Mittelpunkt für den Ausbildungserfolg der Jugendlichen darstelle. Daher müsse die Ausbildung der Lehrer unbedingt reformiert und gefördert werden. Der Austausch guter Praktiken sei hierbei ein guter Lösungsansatz. Eine wichtige Funktion der Schule bestehe inden Beitrag, so wurde weiter festgestellt, dass die Jugendlichen die in verschiedenen Bereichen erworbenen Kenntnisse zur Entfaltung bringen, damit sie ihren Weg im Leben finden, ihr Potenzial erkennen und eigenständige, positive Lebensentscheidungen treffen können. Es müssten außerdem Querschnittsmaßnahmen festgelegt werden, darauf einigte sich der Bildungsrat, die ein Zusammenspiel zwischen den Systemen der allgemeinen und der beruflichen Bildung einerseits und den Familien und den vor Ort vorhandenen Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen und sonstigen Lerninstanzen andererseits ermöglichen, so dass Jugendliche sich in einem nicht formalen Kontext und durch gemeinsam erworbene Erfahrungen beispielsweise im Rahmen der Freiwilligentätigkeit für sie besonders nützliche Werte, Fähigkeiten und Kenntnisse aneignen können. Mitgliedstaaten und Kommission sind durch die Entschließung aufgefordert, Maßnahmen zu fördern, die geeignet sind, die Schule als ein offenes Lernumfeld zu gestalten. Dafür sollen sie auf die Anliegen, die von Seiten der Jugendlichen selbst wie auch in anderen Bereichen, die zur persönlichen und sozialen Entwicklung der Jugendlichen beitragen, formuliert werden, in entsprechender Weise eingehen.

Auch die Ausbildung von Erziehern, Lehrern, Ausbildern, Tutoren, Beratern und Schulleitern in Bezug auf didaktische Methoden, Organisationsformen, Wissen, Methodik und operative Instrumente soll gefördert werden, um die wechselseitige Ergänzung von formalem und nicht formalem Lernen als eine Strategie zu begünstigen, mit der Schulabbruch und Missbehagen bei Jugendlichen vorgebeugt und entgegengewirkt werden kann, so heißt es im Text. Als wichtige Institution wurde auch die Eltern genannt, die Beteiligung der Familie am schulischen Leben und an den schulischen Aktivitäten soll aufgewertet werden, „um Formen des Missbehagens, die im schulischen und außerschulischen Bereich entstehen, vorzubeugen und ihnen entgegenzuwirken“.

Dokumente

  • Entschließung des Rates

    zum Thema „Gestaltung der Schule als offenes Lernumfeld, um Schulabbruch und Missbehagen bei Jugendlichen vorzubeugen und entgegenzuwirken und die soziale Integration der Jugendlichen zu fördern“
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