31.01.2018EU-Kommission

Junge Menschen präsentieren ihre Ideen für die Zukunft Europas

Einhundert Jugendliche aus ganz Europa präsentierten am 31. Januar ihre konkreten Ideen für eine erfolgreiche Zukunft Europas, die sie im Rahmen der Initiative "Ein neues Leitmotiv für Europa" entwickelt hatten. Mehr als 62 000 junge Menschen hatten vorher an den europaweit organisierten Debatten teilgenommen.

Bei der Abschlussveranstaltung der Initiative Ein neues Leitmotiv für Europa (New Narrative for Europe), die heute in Brüssel stattfindet, werden die Ergebnisse der Diskussionen zusammengetragen, die die jungen Menschen in den letzten zwei Jahren geführt haben. Das Ergebnis ihrer Diskussionen sind zwölf konkrete Ideen für die Zukunft Europas (PDF-Download des Berichts auf Englisch).

In der Debatte über die Zukunft Europas, die in vollem Gange ist, stehen Bildung und Jugend ganz oben auf der politischen Tagesordnung der EU. Die europäischen Staats- und Regierungschefs erörterten die Zukunft von Bildung, Kultur und Jugend auf dem Sozialgipfel am 17. November 2017 in Göteborg. Ergebnis waren die Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom 14. Dezember 2017, in denen die Mitgliedstaaten, der Rat und die Kommission aufgefordert werden, die in Göteborg erörterte Agenda voranzubringen. Die heute präsentierten Empfehlungen werden in die künftigen Arbeiten der Kommission in den Bereichen Bildung, Kultur und Jugend einfließen.

Gleichzeitig mit diesen Anregungen wurden die Ergebnisse einer neuen Eurobarometer-Umfrage veröffentlicht, die zeigen, dass sich die Beteiligung junger Menschen an Freiwilligentätigkeiten, innerhalb von Organisationen und an Wahlen in den letzten Jahren verstärkt hat.

Der EU-Kommissiar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Tibor Navracsics erklärte: „Es stimmt mich optimistisch für die Zukunft Europas, wenn ich diese engagierten jungen Menschen sehe, die ihre neuen, frischen Ideen präsentieren. Ich werde die Empfehlungen der Initiative ,Ein neues Leitmotiv für Europa‘ mit größter Aufmerksamkeit lesen. Der Reflexionsprozess ist damit noch nicht zu Ende – die Jugend muss im Zentrum der Debatte über die Zukunft Europas stehen. Deswegen möchte ich, dass diese Überlegungen fortgesetzt werden.

In der Eurobarometer-Umfrage wurde getestet, wie eine größere Gruppe junger Menschen auf die heute präsentierten Ideen reagiert. Laut der Umfrage, bei der im September 2017 rund 11.000 Bürgerinnen und Bürger zwischen 15 und 30 Jahren befragt wurden, ist die Zustimmung zu den folgenden Anregungen am höchsten:

  • Förderung kritischen Denkens und der Fähigkeit, Informationen zu recherchieren, um Fake News und Extremismus zu bekämpfen (49 %);
  • leichter Zugang zu Informationen über Leben und Arbeiten im Ausland (49 %);
  • Förderung von Verhaltensänderungen durch umweltfreundliche Vorhaben wie nachhaltige Verkehrsmittel oder Recycling-Systeme in ganz Europa (40 %).

Weitere wichtige Ergebnisse des Eurobarometers sind:

  • Nach Ansicht von mehr als der Hälfte der jungen Europäerinnen und Europäer sollten Bildung und Kompetenzen höchste Priorität für die EU haben. Dahinter folgen Umweltschutz und Bekämpfung des Klimawandels, sowie Beschäftigung, Steuerung der Migrationsströme und Integration von Flüchtlingen.
  • Die jungen Menschen waren aktiver als noch bei der letzten Umfrage im Dezember 2014. 31 % der Befragten gaben an, dass sie in den letzten 12 Monaten an einer organisierten Freiwilligentätigkeit teilgenommen hatten.
  • Mehr als die Hälfte war Mitglied in Organisationen wie Sportvereinen, Jugendclubs oder lokalen NROs.
  • 64 % der Befragten gaben an, in den letzten drei Jahren ihre Stimme bei einer Wahl abgegeben zu haben. 

Hintergrund

Insgesamt hat das Projekt „Ein neues Leitmotiv für Europa“ fünf Jahre gedauert, zunächst als Pilotprojekt und anschließend als vorbereitende Maßnahme, die beide vom Europäischen Parlament unterstützt wurden. Im Zeitraum 2013-2014 gab das Pilotprojekt Kunst- und Kulturschaffenden, Wissenschaftlern und Intellektuellen eine Stimme, um das europäische Integrationsvorhaben über die Künste und die Wissenschaft stärker in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu rücken. Ab 2015 konzentrierte sich die Initiative darauf, junge Menschen unterschiedlicher Herkunft zu beteiligen. Um die Diskussionen in Europa weiter in Gang zu halten und die Ergebnisse des Projekts zu konkretisieren, wird die Europäische Kommission alle Ideen sowie die von den jungen Menschen erstellten schriftlichen und audiovisuellen Materialien in einem Online-Werkzeugkasten zusammenstellen. Dieses Toolkit wird in den 24 Amtssprachen der EU zur Verfügung stehen und außerdem eine Anleitung zur Moderation von Diskussionen enthalten.

(Quelle EU-Kommission)

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