21.02.2005Soziale Integration

Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen! Nationaler Aktionsplan für soziale Integration nennt Maßnahmen

Die Bundesregierung hat eine Aktualisierung des Nationalen Aktionsplans 2003-2005 vorgelegt. Zu ihren wichtigsten Zielen gehört es, die Beschäftigungschancen für junge Menschen zu erhöhen und ihnen bessere Zugänge zu Bildung zu eröffnen.

via Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung

„Die gegenwärtige Herausforderung", so der Bericht, "liegt darin, das hohe soziale Schutzniveau angesichts der gesellschaftlichen und demografischen Veränderungen weiterzuentwickeln und dabei den Grundsätzen dauerhafter Finanzierbarkeit, der Nachhaltigkeit und der Generationengerechtigkeit Rechnung zu tragen“. Deutschland verfüge zwar über ein gut ausgebautes System der sozialen Sicherung. Deutschland gehört zusammen mit den skandinavischen Ländern, Österreich, Luxemburg und den Niederlanden zu den Ländern mit einem Armutsrisiko unter dem EU-Durchschnitt. Dennoch müsse die soziale Integration in Deutschland vorangetrieben werden. Dies geschehe vor allem durch die Förderung der Integration in den Arbeitsmarkt, eine kinder- und familienfreundliche Gestaltung der Gesellschaft, die Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung, die Förderung der Integration von Migrantinnen und Migranten sowie die Teilhabe von besonders durch Armut gefährdeten und betroffenen Gruppen.

Zentral sei es, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen und Beschäftigungschancen für junge Menschen zu verbessern. Schülerinnen und Schülern müssten unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft verstärkt gleiche Bildungschancen eröffnet werden. Bund und die vorrangig zuständigen Länder hätten daher eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, so den Aus- und Aufbau von Ganztagsschulen, bessere Betreuungsstrukturen für Kinder und Integrationsprogramme für vom Arbeitsmarkt ausgeschlossene oder benachteiligte Zielgruppen.

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