Jugend aktiv gegen Rassismus

Am kommenden Sonntag wird die europäische Konferenz „Jugend in Aktion für Vielfalt und Toleranz“ in Berlin eröffnet. Auf dem von der Europäischen Kommission und der Bundesregierung veranstalteten Treffen werden rund 180 Jugendliche und Experten erwartet.

via EU-Kommission

Sie wollen prüfen, welche Entwicklungen sich im Bereich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit seit der ersten Konferenz zum selben Thema, 2001, abzeichnen. Dabei wollen die Jugendlichen erstmals nicht nur Forderungen an die politischen Entscheidungsträger richten, sondern ihre eigenen Beiträge zur Verbesserung der Situation in Form einer Selbstbindung sichtbar machen.

Die Konferenz, die von 6.-9. November 2005 stattfindet, wird vom Staatssekretär im Bundesjugendministerium, Peter Ruhenstroth-Bauer, und seitens der EU-Kommission vom geschäftsführenden Direktor für Jugend, Sport und Beziehungen zu den Bürgern, Pierre Mairesse, im Centrum Judaicum eröffnet.

Die Organisation der Veranstaltung haben JUGEND für Europa und der IJAB e.V. übernommen.

Die Europäische Kommission leistet mit ihrem Programm JUGEND schon seit Jahren einen aktiven Beitrag zum Engagement Jugendlicher für mehr Vielfalt und Toleranz. JUGEND fördert Projekte junger Menschen zu gegenseitigem Verständnis und interkulturellem Lernen.

In Deutschland setzt die Bundesregierung mit dem Aktionsprogramm „Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ wichtige Akzente in diesem Bereich. Über 4.000 Präventionsprojekte konnten seit Programmbeginn im Jahr 2001 aus Mitteln des Bundes gefördert werden.

Bis Mittwoch wollen die Teilnehmenden eine Deklaration ausarbeiten, die an die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium sowie an Vertreter der Europäischen Kommission, der britischen EU-Ratspräsidentschaft, des Europäischen Parlaments und des Europarates übergeben werden soll. Ebenfalls vorgesehen ist ein Aktionsplan, in dem die Jugendlichen Aktivitäten zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit darstellen wollen.

Nähere Informationen zur Konferenz finden Sie auf den Internet-Seiten zur Konferenz.

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