02.07.2012Kinderrechte

In aller Deutlichkeit: Offener Brief von Eurochild an die EU-Staats- und Regierungschefs

Eurochild, das europäische Netzwerk für die Durchsetzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen, hatte aus Anlass des EU-Gipfeltreffens am 28./29. Juni einen Offenen Brief verfasst.

Vor dem Hintergrund sich verschlechtender Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern fordert die Generalversammlung von Eurochild, dass europäische Politik das Wohl von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt jedweder Entscheidung rückt und weist darauf hin, dass

  1. ...eine Bewältigung der Krise und Verringerung von Armut unter Beachtung der Europa 2020-Ziele nur unter aktiver Eingliederung/Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen sowie der Wahrung und Beachtung ihrer Rechte und Bedürfnisse möglich sei. Prekäre Familiensituationen wirkten sich stark auf Schulabbrüche, Gesundheitszustand und Verhaltensauffälligkeiten aus. Daher und im Hinblick auf die Tatsache, dass Kinder einmal das zukünftige Europa bilden würden, müssten sie im Fokus aller Maßnahmen stehen.

  2. ...zur Erreichung der Europa 2020-Ziele zur Armut mindestens 25 % des Budgets der Kohäsionspolitik auf den Europäischen Sozialfonds übertragen und mindestens 20% des ESF für soziale Eingliederung und Armutsbekämpfung verwandt werden sollten. Eine Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft vor allem unter Einbezug der NROs in die Entscheidungsprozesse zur Verwendung der EU-Gelder sei unabdingbar.

  3. ...Nationale Ziele zur Kinderarmut ernst genommen und von den Mitgliedstaaten verfolgt werden müssten. Eurochild unterstütze den Aufruf des EPSCO-Rates (Rat für Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz) vom 21. Juni, die Bekämpfung von Kinderarmut verstärkt in Angriff zu nehmen.

Den vollständigen Offen Brief finden Sie in englischer Sprache hier.

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