18.09.2010Erasmus+ (2014 - 2020)

Ihre Meinung ist gefragt: Kommission startet Konsultation zum künftigen EU-Jugendprogramm

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Online-Konsultation zur Zukunft des Nachfolgeprogramms von JUGEND IN AKTION gestartet. Die Anhörung läuft bis zum 30. November.

via Europäische Kommission

In der Konsultation wird um die Meinung von Einzelpersonen, Verbänden, Organisationen oder Interessengruppen zur Entwicklung und Gestaltung des künftigen Jugendprogramms ab Anfang 2014 gebeten. Besonders gesucht sind Beiträge von Organisationen und Behörden, die im Jugendbereich arbeiten, von Jugendarbeitern und jungen Menschen sowie von jedem, der an der Entwicklung des künftigen europäischen Programms im Jugendbereich interessiert ist.

Hintergrund

Das künftige Jugendprogramm soll zur Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum und insbesondere zur Leitinitiativen „Jugend in Bewegung“ beitragen (siehe NEWS ). Die Strategie Europa 2020 zielt auf eine Wirtschaft, die auf Wissen, Forschung und Innovation, einem hohen Niveau an Bildung und Fachkenntnissen, Anpassungsfähigkeit und Kreativität, integrativen Arbeitsmärkten und der aktiven Beteiligung junger Menschen an der Gesellschaft beruht. Im Einklang mit Europa 2020 sollen die "Mobilitätsprogramme" - dazu zählen neben dem Jugendprogramm in dieser Konsultationsphase auch das Programm "Lebenslanges Lernen" sowie "Erasmus Mundus" - "den Europäern helfen,

  • sich an einen Arbeitsmarkt anzupassen, auf dem eine große Mehrheit der angebotenen Arbeitsplätze sehr gute oder mittlere Fachkenntnisse erfordern und wo es immer weniger Jobs für gering qualifizierte Arbeitnehmer gibt;
  • sich in einer Gesellschaft zurechtzufinden, in der immer mehr Menschen Dienstleistungen über das Internet in Anspruch nehmen und Aufgaben des täglichen Lebens online erledigen;
  • bestimmte grundlegende Fähigkeiten zu erwerben – Sprachen, Unternehmergeist und interkulturelles Verständnis – die für Arbeit wie Privatleben zunehmend an Bedeutung gewinnen."
Damit sollen für das Nachfolgeprogramm von JUGEND IN AKTION neue Akzente gesetzt werden, die stärker auf die Verwertbarkeit der in Jugendbegegnungen, Freiwilligendienst und Jugendinitiativen gemachten Erfahrungen zielen. Auch die finanzielle Ausstattung wird sich ändern, denn die Konsultationen ist Bestandteil der koordinierten Überarbeitung der Kommissionsprogramme für den nächsten Finanzrahmen (mittelfristige Ausgabenprioritäten), der ab 2014 gilt. Mal sehen, was die Befragten dazu meinen.

Einreichen der Beiträge

Die Beiträge können per Online-Fragebogen eingereicht werden. Dafür hat die Kommission unter http://ec.europa.eu/yourvoice/ipm/forms/dispatch?form=YiA〈=de eine spezielle Website eingerichtet.

Die Konsultationen laufen bis zum 30. November 2010. Alle Beiträge werden im Internet veröffentlicht. Die Kommission wird ausserdem erläutern, wie sie die Ergebnisse der Konsultation in die Vorschläge für die neuen Programme einzubeziehen gedenkt.