Ideen für die Zukunft Europas. Ergebnisse des zentralen Jugendtreffens zur Europäischen Jugendwoche 2007

Viel los in Brüssel: Auf der diesjährigen Europäischen Jugendwoche hagelte es Vorschläge für ein besseres Europa.

via Europäische Kommission, Eurodesk

Die Dritte Europäische Jugendwoche vom 3. - 10. Juni 2007 war ein europaweites Event. Politische Debatten, kulturelle und sonstige Veranstaltungen wurden in vielen Mitgliedsländern parallel durchgeführt. Im Mittelpunkt stand das neue Aktionsprogramm JUGEND IN AKTION (2007-2013).

In Brüssel diskutierten über 150 ausgewählte jugendliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 35 europäischen Ländern unter dem Titel "Youth in Action!" über Chancengleichheit, soziale Integration und Vielfalt. Die Diskussionen schlossen sich direkt an die des Jugendgipfels von Rom und des von der deutschen EU-Präsidentschaft organisierten Youth Events in Köln an. Die Brüsseler Debatte, die Teil des strukturierten Dialogs mit Jugendlichen ist und zusammen mit dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss durchgeführt wurde, mündete in ein Gespräch mit den EU-Kommissaren Ján Figel' und Vladimír Špidla sowie hochrangigen Vertretern anderer EU-Organe.

Ján Figel', der für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend zuständige EU-Kommissar, sagte: "Die Kommission steht zu ihrer auf dem Jugendgipfel in Rom eingegangenen Verpflichtung, mit den Jugendlichen die Fragen zu erörtern, die von besonderer Bedeutung für sie sind." Figel' betonte, dass das Programm JUGEND IN AKTION in politische Maßnahmen einbezogen werden solle, "indem wir Projekte unterstützen, die von Jugendlichen in ganz Europa gestartet wurden." Im Rahmen von "Youth in action!" wurden daher auf der Veranstaltung "European Youth Celebration" am 5. Juni Urkunden zur Anerkennung von nominierten Projekten zur sozialen Einbeziehung und kulturellen Vielfalt vergeben: Die Projekte waren noch im Rahmen des JUGEND-Programms (2000-2006) finanziert worden.

Die Jugendlichen brachten die Ergebnisse und Forderungen aus ihren Arbeitsgruppen ein, die in einem Schlusspapier festgehalten wurden. Darin hagelt es Vorschläge zu den Themen: "Die Zukunft Europas – ein einiges Europa", "Aktive Bürgerschaft für eine integrativere Gesellschaft", "Interkultureller Dialog und Vielfalt – Europa, das sind wir alle", "Gleiche Chancen und Anti-Diskriminierung", "Beschäftigung und soziale Integration", "Freiwilligendienst als Mittel der Integration" sowie "Zwischen Engagement und Beruf – Anerkennung". Die Appelle sind grundsätzlicher Natur: "Die Zukunft Europas", so heißt es im Papier, "darf nicht allein von einer privilegierten "Euro-Elite" gestaltet werden, sondern von allen Menschen in Europa in einem nachhaltigen, intergenerativen Dialog."

"Aktive Partizipation kommt sowohl dem Individuum als auch der Gesellschaft zugute. Wir junge Europäer wünschen uns, dass Partizipation in stärkerem Maße gefördert wird." Von der Idee einer jährlichen "Europäischen Jugend-Hauptstadt" (erstmalig Rotterdam 2009) über bessere Informationsdienste und einer Datenbank vorbildhafter "Active Citizenship Projekte" sowie ihrer Etablierung als Schulfach bis hin zur Herabsetzung des Wahlalters reicht die Liste konkreter Vorschläge. Außerdem sollte 2009 ein europaweites Referendum zur neuerlichen Erörterung einer Verfassung durchgeführt und der Haushalt des Programms JUGEND in AKTION spätestens 2013 erhöht werden.

Die Europäische Jugendwoche ist eine Initiative des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission. Ziel der Aktion ist es, mit einer Vielzahl von Veranstaltungen Jugendlichen Europa näher zu bringen. Hauptveranstalter in Deutschland sind die Deutsche Agentur für das Programm JUGEND IN AKTION, JUGEND für Europa und das europäische Informationsnetzwerk Eurodesk.

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