Ideen für 2008 gesucht: EU fördert Interkulturellen Dialog

Zur Vorbereitung des Europäischen Jahres 2008 ruft die Europäische Kommission zur Einreichung von Ideen auf, wie der interkulturelle Dialog in Europa gefördert werden kann. Jugendliche sollen die Zielgruppe des Europäischen Jahres sein.

via Europäische Kommission

2008 wird das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs. Mit einem Budget von 10 Mio. Euro sollen Veranstaltungen zum Interkulturellen Dialog existierende Förderprogramme ergänzen und die Aufmerksamkeit der Bürger wecken. Das Europäische Jahr soll die Zivilgesellschaft und andere Akteure auf der europäischen, nationalen und lokalen Ebene mobilisieren. Kultur, Bildung, Jugend und Sport sollen die Hauptbetätigungsfelder dafür sein. Als Hauptzielgruppe sollen Jugendliche angesprochen und der interkulturelle Dialog dort, wo er am wichtigsten ist, angeregt werden: in der Schule und in Bildungs- oder Ausbildungszusammenhängen, bei der Arbeit und in Freizeit-, kulturellen, sportlichen und bürgerschaftlichen Organisationen. Dafür plant die Kommission Informations- und Werbekampagnen auf europäischer und nationaler Ebene sowie europaweite Schlüssel-Projekte und Initiativen auf nationaler Ebene, die von den verantwortlichen Stellen der Mitgliedstaaten vorgeschlagen werden.

Da das Europäische Jahr auf den Überlegungen und den Erfahrungen der Bürger aufbauen und sich ihren Ideenreichtum zunutze machen will, hat die Kommission nun im Vorfeld zur Einreichung von Ideen aufgefordert, die sich an die Zivilgesellschaft und an alle interessierten Partner richtet. Der Aufruf soll dazu dienen, sich ein Bild vom Stand der Aktivitäten und den Erwartungen der Zivilgesellschaft im Hinblick auf das Jahr des Interkulturellen Dialogs zu machen. Deshalb sollen Ideen von potentiellen Partnern gesammelt werden, um die Projektaufrufe für 2008 passgenau formulieren zu können und bestimmen zu können, wie die Inhalte von Informationskamparenen aussehen sollten. Außerdem sollen ähnliche oder sich ergänzende Ideen für Initiativen identifiziert werden, um Kontakte und mögliche Partnerschaften zwischen Projektträgern zu vermitteln. Gedacht ist sowohl an Erfahrungen dun Ergebnisse bereits durchgeführter Projekte als auch an Ideen für neue, die im Europäische Jahr oder später umgesetzt werden sollen. Akteure, die an einer Beteiligung im Jahr 2008 interessiert sind, sollten sich daher an dieser Vorab-Planung beteiligen. Sie können dies anhand eines Antwortformulars tun, das bis zum 13. Oktober online auf den Webseiten der Kommission erhältlich ist:

Langfristig soll der interkulturelle Dialog zu einem stetigen und deutlichen Schwerpunkt der Union werden. Dafür sollen als erster Schritt Erfahrungen und gute Praxis identifiziert, gefördert und ausgetauscht werden, um die Möglichkeiten, den Wert und die Effizienz des interkulturellen Dialogs zu zeigen. Als zweiter Schritt soll der interkulturelle Dialog als horizontale Priorität für alle in Frage kommenden Förderprogramme der EU, vor allem denen zu Kultur, Bildung, Jugend und Bürgerschaft eingezogen werden.