„Hallo, Zukunft Europas!“ Europäisches Jugendforum wählt neuen Präsidenten

Die Generalversammlung beschloss darüber hinaus ein Arbeitsprogramm für die kommenden zwei Jahre.

Die Generalversammlung des Europäischen Jugendforums, die vom 13.-15. November in Rotterdam stattfand, hat einen neuen Präsidenten für die Amtsperiode 2009-2010 gewählt. Die über 200 Delegierte von nationalen Jugendräte und -verbänden sowie internationalen Jugendorganisationen beschlossen darüber hinaus ein Arbeitsprogramm für die kommenden zwei Jahre.

Neuer Präsident des Europäischen Jugendforums ist der 28-jährige Tine Radinja aus Slowenien. Damit hat das Jugendforum erstmalig einen Vorsitzenden aus Süd-Ost-Europa. Radjinja unterstrich in seinem Statement die wichtige Rolle der Jugendorganisationen beim Aufbau eines Europas als „Raum des Fortschritts, der Chancengleichheit und des gegenseitigen Verständnisses“. Diese müsse noch stärker als bisher Anerkennung finden.

Die Generalversammlung nahm sieben Monate vor den Europawahlen eine Reihe von Vorschlägen für eine neue Jugend-Agenda für die Europäische Union an, die die Erwartungen des Jugendforums für das nächste Europaparlament und die neue Europäische Kommission in der Zeit von 2009 – 2014 formulieren. Die Papiere betreffen unter anderem die Themen „Gesundheit und das Wohlergehen junger Menschen“, den „vorzeitigen Schulabbruch“ und „Schlüsselprinzipien für ein Rahmenwerk der europäischen Zusammenarbeit im Jugendbereich“. Außerdem wurde eine Resolution zur Rückkehr-Direktive des Europaparlaments beschlossen, zum Vertrag über den Waffenhandel und die Europäische Direktive zur Erhöhung der Arbeitszeit. Eine Eil-Resolution betraf die Situation in der Republik Weißrussland. Sie war von RADA, dem nationalen Jugend-Komitee Weißrusslands, eingebacht worden.

Während der Generalversammlung wurden auch drei neue Mitglieder aufgenommen: das Kroatische Jugend-Netzwerk und, als Beobachter, YEN, das „Youth-Express-Network“ – ein Netzwerk von Jugend- und Sozialarbeitern, die auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene mit jungen, benachteiligten Leuten arbeiten - sowie ENGSO, die „Europäische Nicht-Regierungs-Sport-Organisation“. Das gab Bettina Schwarzmeyer, die bisher den Vorsitz inne hatte, Anlass, sich in ihrer Abschiedsrede über die wachsende Organisation zu freuen, wo es doch auch einen „wachsenden Bedarf von aktiven jungen Menschen in Europa“ gebe.

„Das Europäische Jugendforum ist bereit, der Lautsprecher für die Jugend Europas zu sein“, nahm Tine Radinja den Ball auf, „und die neuen Herausforderungen für die Zukunft der jungen Menschen in Europa aufzunehmen.“ Daher wohl auch das euphorische Motto der Veranstaltung: „Hallo, Zukunft Europas!“