Großes kommunales Kino: Handbuch für grenzüberschreitende Mobilität

Als Unterstützung für die Internationale Jugendarbeit in Kommunen hat IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit ein Handbuch veröffentlicht.

In vielen Kommunen fristet die Internationale Jugendarbeit ein Schattendasein. Meist sind es engagierte Einzelpersonen, die mit einer großen Anstrengung Jugendbegegnungen oder Fachgespräche organisieren. Noch seltener weht ein internationaler Spirit durchs Jugendamt, der alle Bereiche  der Kinder- und Jugendhilfe erfasst. Hürden und Bedenken sind allseits bekannt und verstellen oft trotz vorhandenen Interesses die ersten Schritte.

Wie aber können diese aussehen, damit Kommunen ihre internationale Ausrichtung im Bereich Jugend stärken? Dieser Frage hat sich in den letzten beiden Jahren die  bundesweite Initiative „Kommune goes International (KGI)“ gewidmet, eine jugendpolitische Initiative für Bildung und Teilhabe, die zum Ziel hat, die Internationale Jugendarbeit in der Kommune zu stärken und strukturell zu verankern. KGI, das sind 21 Kommunen aus 11 Bundesländern, die ihre Angebote für den internationalen Jugend- und Fachkräfteaustausch ausgeweitet haben und insbesondere die Jugendlichen ansprechen, die bisher noch nicht davon profitieren konnten.

Nun liegt ein Handbuch vor, mit dem die bisherigen Erfahrungen zusammengefasst und anhand von Beispielen, Hilfestellungen und Tipps von erfahrenen kommunalen Akteuren weitergegeben werden. „Internationale Jugendarbeit in der Kommune stärken – grenzüberschreitende Mobilität ermöglichen“, herausgegeben von IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., richtet sich an interessierte Kolleginnen und Kollegen auf allen Ebenen der Kommunen und an Verantwortliche in den Bundesländern. Sie sollen anregt werden, Internationale Jugendarbeit als wichtigen Bereich der Jugendförderung (wieder)zuentdecken.

Das Handbuch beginnt daher bei „Adam und Eva“ oder vielmehr mit einer Beschreibung Internationaler Jugendarbeit und ihrer möglichen positiven Wirkungen auf Jugendliche, Fachkräfte und Institutionen. Das zweite Kapitel beschreibt anschaulich in 12 Schritten, auf der Grundlage unterschiedlicher Erfahrungen und Beispielen aus der Praxis der beteiligten Kommunen, wie man sich auf den Weg machen kann. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, wie allen jungen Menschen Zugänge zu Angeboten der Internationalen Jugendarbeit eröffnet werden können. Auch hier werden neue, modellhaft erprobte Wege vorgestellt.

KGI selbst hat sich bereits weiterentwickelt. Auch das zeigt das Handbuch und stellt zwei weitere Zukunftsperspektiven vor: „Jugendberufshilfe und Internationale Jugendarbeit“ sowie „Jugendhilfeplanung und Internationale Jugendarbeit“. Hier wird in bundesweiter Vernetzung unter anderem darüber nachgedacht, wie Internationale Jugendarbeit im Dschungel der Arbeitsverwaltung oder mittels kommunaler  Jugendhilfeplanung langfristig unterstützt und verankert werden kann. Das wäre dann schon ganz großes (kommunales) Kino.

Das Handbuch als pdf-Download auf den Seiten von IJAB

(JUGEND für Europa)

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