Gedanken und Forderungen im Gepäck

Unter dem Motto "Youth takes the floor" treffen sich ab Montag 200 Jugendliche aus ganz Europa im Rahmen der Europäischen Jugendwoche in Brüssel. 5 Delegierte aus Deutschland sind mit dabei.

Gewählt wurden sie von den 100 TeilnehmerInnen der nationalen Vorkonferenz in Berlin, die am 27. November mit einer Resolution zum "Europäischen Pakt für die Jugend" zu Ende gegangen war.

via JUGEND für Europa/Servicestelle Jugendbeteiligung



Vom 25.-27. November 2005 organisiert die Servicestelle Jugendbeteiligung in Kooperation mit dem BMFSFJ und JUGEND für Europa die deutsche Vorkonferenz zu "Youth takes the floor".

In ihrer Resolution fassten die 100 Jugendlichen Vorschläge für konkrete Maßnahmen in den drei Kernbereichen des Europäischen Paktes zusammen und stellten ihren Gedanken und Forderungen folgende Präambel voran:

"Im Zuge der Globalisierung ist es notwendig, die Chancen der geöffneten Türten zu entdecken und neue Wege zu gehen. Gerade in der Europapolitik ist diese Prämisse entscheidend für eine zukunftsfähige Gesellschaft, wobei die Jugend Europas einen bedeutenden Faktor darstellt.

Damit Jugendliche ihre Zukunft eigenverantwortlich gestalten können, wird ihnen die Möglichkeit gegeben, an politischen Prozessen aktiv teil zu nehmen. Dazu haben sich einhundert Jugendliche auf der deutschen Konferenz zum europäischen Pakt für die Jugend getroffen und zu folgenden Themenbereichen

  1. Integration, sozialer Aufstieg, Beschäftigung
  2. Allgemeine und berufliche Bildung, Mobilität
  3. Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben
diskutiert. Folgende Forderungen und Vorschläge sollen wegweisend für Jugendbeteiligung in Europa sein, indem wir als Jugendliche unsere Vorstellungen zur Beschäftigungs-, Integrations-, Bildungs- und Familienpolitik in Europa im Rahmen des europäischen Paktes für die Jugend präsentieren."

Einige Auszüge und Schwerpunktforderungen aus der Resolution:

  • Abbau von Barrieren und Sicherstellung der kostenlosen Teilnahme von MigrantInnen an Sprachkursen, auch mittels EU-Förderung;
  • Coaching als Unterrichtsfach;
  • Erziehungsseminare für junge/werdende Eltern;
  • Zertifizierung von ehrenamtlichem Engagement in ganz Europa;
  • Verbesserung der Mobilität von behinderten Menschen im Alltag, insbesondere bei der Nutzung des ÖPNV;
  • Einheitliche Bildungsstandards in Europa;
  • Stärkung der Jugendpartizipation an Schulen auch durch gesetzgeberische Maßnahmen der EU;
  • Stärkere Einbeziehung von Vereinen und Externen in den Schulalltag;
  • Informationsplattform für werdende Eltern, Bündelung aller Hilfsangebote, verbindliche Beratungsgespräche.
In Brüssel werden Jugendliche aus 25 europäischen Ländern in den nächsten 4 Tagen ihre gemeinsamen Vorstellungen zur Umsetzung des Paktes erarbeiten und diese unter anderem mit Kommissionspräsident Barroso sowie VertreterInnen des Europäischen Parlamentes diskutieren.

Weitere Informationen zur Europäischen Jugendwoche und den Veranstaltungen auf europäischer Ebene sowie in Deutschland finden Sie unter www.jugendfuereuropa.de/projekte/eyw/

Die Veranstaltungszeitung der Vorkonferenz in Berlin finden Sie unter www.jugendbeteiligung.info

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