Future Work: Erarbeitung eines EU-Arbeitsplans für die Jugend schreitet voran

Nachdem der EU-Rat Bildung, Kultur, Jugend und Sport im Mai dieses Jahres die Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission aufgefordert hatte, einen mittelfristigen Arbeitsplan im Bereich der Jugend aufzustellen, haben mehrere Gesprächsrunden zwischen den jugendpolitisch Verantwortlichen aus den EU-Ländern stattgefunden.

Mit dem gemeinsamen Arbeitsplan (Future Work PLan for Youth) soll der Beitrag der Jugendpolitik zu den Zielen der europäischen Wachstumsstrategie der EU klarer definiert und damit auch verstärkt werden. Im Text heißt es, ein mittelfristiger Arbeitsplan sei aufzustellen, „der der Jugendpolitik und angrenzenden Politikbereichen bei der Beschäftigung mit aktuellen, jugendpolitischen oder die Jugend betreffende Themen und Trends als Orientierung dient" und in dem Bereiche aufgezeigt werden, die für das Europäische Semester relevant sind.

Der Arbeitsplan eröffnet Chancen für die jugendpolitische Zusammenarbeit, allerdings gilt es, die konkrete Arbeit noch auszugestalten. Einerseits hofft man, auf aktuelle politische Entwicklungen besser reagieren zu können. Außerdem könnte mit dem Plan die verschiedenen Arbeiten im Jugendbereich auf EU-Ebene (bestehende Expertengruppen, Präsidentschafts- und Ratsgruppenthemen) zusammengeführt und die Ergebnisse besser genutzt werden.

Der bisherige Austausch zwischen den Mitgliedstaaten über die Vorstellungen zum Arbeitsplan zeigt schon Richtungen. Die Fokussierung auf die sozial-, bildungs- und beschäftigungspolitischen Strategien aus Sicht der Jugendpolitik stehen an erster Stelle, allerdings sollen auch aktuelle jugendpolitische Fragestellungen berücksichtigt werden, also nicht nur Querschnitts- sondern auch ressortspezifische Fragestellungen.

Unter griechischer EU-Präsidentschaft ab dem 01.01.2014 wird der erste mittelfristige Arbeitsplan erstellt und abgestimmt. In der letzten Sitzung des Rates Bildung, Kultur, Jugend und Sport am 25. November gab es eine Orientierungsaussprache zu zwei zentralen Fragen:

  • Was sind die drängendsten Probleme für junge Menschen in ihrem jeweiligen Land und welche Schwerpunkte ergeben sich daraus?
  • Wie kann der Arbeitsplan zu einer stärkeren bereichsübergreifenden Zusammenarbeit und einer anerkannteren Rolle von Jugendpolitik beitragen?

In der Diskussion hat sich das Thema Jugendbeschäftigung eindeutig als ein Schwerpunkt herauskristallisiert, mit unterschiedlichsten Konkretisierungen, wie Zugang zum Arbeitsmarkt, Jugendgarantie, bessere Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern. Weitere Themen waren die Autonomie junger Menschen sowie "Youth Empowerment". Letzteres wird auch das Oberthema der nächsten Trio-Präsidentschaft sein.

Der Strukturierte Dialog und Peer Learning sollen wichtige Elemente des Arbeitsplans werden. Der griechische Vorsitz wird gemeinsam mit der Kommission auf der Basis der bisherigen Debatten einen Vorschlag entwickeln, der in Anfang 2014 in der Ratsgruppe Jugend verhandelt wird. Die Verabschiedung ist für im Mai 2014 vorgesehen.

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