Fachtagung: Kompetent in die Zukunft

Im Zentrum der Veranstaltung steht die Debatte um Kompetenzmodelle und Validierungsprozesse - mit aktueller Bedeutung für die Entwicklung der jeweiligen Qualifikationsrahmen bzw. die Umsetzung der Ratsempfehlung zur Validierung non-formalen und informellen Lernens.

JUGEND für Europa und die Nationalagentur Erasmus+ in Österreich sowie die Geschäftsstelle von aufZAQ laden Sie herzlich zur Fachtagung „Kompetent in die Zukunft“ vom 4. - 6. Mai 2015 nach München ein.

Anmeldung

Bitte registrieren Sie sich unter www.salto-youth.net. Anmeldeschluss ist der 21. April.

Zielgruppe der Veranstaltung

Akteur/- innen der Jugendarbeit und anderer Bildungsbereichen aus Deutschland, Österreich und aus anderen Ländern, die an einem Seminar teilnehmen können, in dem die Arbeitssprache Deutsch ist und die sich an der Debatte zur Einbeziehung von non-formalen und informellen Lernerfahrungen in formale Kontexte beteiligen möchten.

Hintergrund der Veranstaltung

Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind, erwerben dort Kompetenzen. Spätestens seit 2009 beschäftigen sich in Deutschland und in Österreich auch Akteur/innen der Jugendarbeit mit den entsprechenden Debatten zur Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens[1]. In verschiedenen Veranstaltungen wurden in beiden Ländern hierzu Fachdebatten über verschiedene Bildungssektoren hinaus geführt. Seit Ende 2012 hat die Ratsempfehlung zur Validierung von non-formalem und informellem Lernen[2] zusätzliche verstärkte Notwendigkeit gezeigt, sich in der Jugendarbeit mit den dahinterliegenden Themen und Fragestellungen zu beschäftigen. Dabei sind die aktuellen nationalen Entwicklungen durchaus verschieden:

  • In Österreich ist der Nationale Qualifikationsrahmen[3] noch nicht gesetzlich verankert. Die Einbeziehung von non-formalem und informellem Lernen ist in den bereits ausgearbeiteten Konzepten vorgesehen.
    Angestoßen durch aufZAQ, das Bundesministerium für Familien und Jugend sowie den Landesjugendreferaten diskutieren derzeit Multiplikator/innen der Jugendarbeit über mögliche Verbindungen zwischen außerschulischer Kinder- und Jugendarbeit und dem NQR. Als standardisiertes Qualifikationsprofil existiert der/die Jugendarbeiter/in in Österreich nicht. Auch gibt es kein organisationsübergreifendes Kompetenzmodell für in der Jugendarbeit tätige Personen. Es wäre ein gangbarer Weg Professionsdebatten und ehrenamtliche Ansätze zu verbinden.
  • In Deutschland ist der Deutsche Qualifikationsrahmen[4] seit dem 1. Mai 2013 gesetzlich eingeführt. Allerdings werden darin bisher nur Qualifikationen im Sinne von beruflichen und Hochschulabschlüssen dargestellt. Aktuell findet in verschiedenen Arbeitsgruppen die Diskussion um die Einbeziehung von non-formalen und informellen Lernerfahrungen statt.

Im Rahmen der Umsetzung der EU Jugendstrategie hat sich die Bund-Länder AG als Schwerpunkt die Anerkennung non-formalen Lernens gesetzt. Die Bewertung und fachliche Diskussion zur Ratsempfehlung spielt hier eine große Rolle.

Das weitere Feld der Jugendarbeit verhält sich uneins. Während die Jugendsozialarbeit aktiv an der Debatte teilnimmt, aus Kreisen der internationalen Jugendarbeit fachliche Impulse kommen, verhält sich die Vertretung der Jugendverbände reserviert gegenüber der Debatte. Grundsätzlich besteht große Skepsis gegenüber der Validierung von non-formalem und informellen Lernerfahrungen aus verschiedenen Kontexten.

Nichtsdestotrotz bleibt für verschiedene Akteuren wichtig, die fachliche Debatte zur Einbindung von Kompetenzen aus der Jugendarbeit, der Gestaltung der Validierungsprozesse auch für junge Menschen und die und verbundenen Themen zu führen.

Intentionen der OrganisatorInnen

  • Fachliche Debatte zur Lernergebnisorientierung
  • Vorstellung von Kompetenzmodellen und Diskussion um deren Relevanz für Validierungsprozesse;
  • Debatte zur Gestaltung und zu den Rahmenbedingungen von Validierungsprozessen, die auch von allen (jungen) Menschen auch aus der Jugendarbeit genutzt werden können;
  • Vorstellung von Anerkennnungsinstrumenten, die schon Schritte des Validierungsprozesses beinhalten (Youthpass und andere);
  • Vorstellung und Diskussion eines Kompetenzmodells für Jugendarbeiter aus dem Entwicklungsbereich Erasmus+: Jugend in Aktion;
  • Debatte über den Mehrwert aufgezeigter Prozesse für die Jugendarbeit und die darin tätigen Individuen
  • Weitere notwendige Schritte in den jeweiligen Nationalstaaten

Kommentare

    Bislang gibt es zu diesem Beitrag noch keine Kommentare.

    Kommentar hinzufügen

    Wenn Sie sich einloggen, können Sie einen Kommentar verfassen.