Europäischer Jugendreport betont den Wert nicht-formaler Bildung

Der vom Europäischen Jugendforum herausgegebene "Europäische Jugendreport" analysiert die Situation junger Menschen in der Europäischen Union.

via Europäisches Jugendforum

Im Rahmen seiner Generalversammlung am 11.-13. November stellte das Europäische Jugendforum den "Europäisches Jugendreport" vor. Der Bericht umfasst statistische Daten, Forschung und politische Dokumente zur Lage junger Menschen in den europäischen Mitgliedstaaten vor allem zu den Themen Bildung, soziale Ausgrenzung und Beschäftigung. Der Bericht soll die Wissensbasis für eine europäische Jugendpolitik bereichern und als Fundgrube für Interessierte aus verschiedenen Bereichen dienen. Etliche Jugendorganisationen hatten Daten und Beispiele guter Praxis beigesteuert.

Unter anderem stellt der Bericht die Rolle nicht-formaler Bildung heraus. Diese werde häufig unterschätzt, obwohl sie eine lange Geschichte habe und in vielen Ländern der Weg sei, über den Jugendliche gesellschaftliche Partizipation lernen. Entsprechend sei es eine der Zukunftsaufgaben von Bildungspolitikern, die Anerkennung nicht-formaler Bildung zu steigern. Arbeitgeber, so der Bericht, achteten bereits seit einiger Zeit nicht nur auf schulische Abschlüsse, sondern auch auf Fertigkeiten und Fähigkeiten, die junge Menschen außerhalb der formalen Bildungseinrichtungen lernen.

Die mangelnde Akzeptanz von Unterricht in Schulen und Universitäten, der aktive Bürgerschaft fördern soll, sei ein Zeichen dafür, dass Methoden und Ansätze nicht-formaler Bildung besonders in diesem Bereich gefragt seien: "Diese `soft skills´ können nicht einfach in formalen Bildungseinrichtungen `gelehrt´ werden, denn dabei kommen gelebte Erfahrungen oftmals zu kurz. Diese aber wird in nicht-formalen Zusammenhängen wesentlich effektiver vermittelt", heißt es im Bericht. Jugendorganisationen seien eine dieser wichtigen nicht-formalen Einrichtungen.

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