21.02.2011Youth on the Move

Europa vor Ort: Zur jugendpolitischen Relevanz des ESF ab 2014

Die Bundesregierung möchte auch ab 2014 den Europäischen Sozialfonds für jugendrelevante Politikschwerpunkte einsetzen.

Die Europäische Kommission hat es bereits angekündigt: Auch in der Förderperiode 2014 – 2020 soll der Europäische Sozialfonds (ESF) eng an der Wachstums- und Beschäftigungsstrategie der EU (EU 2020) ausgerichtet werden und in erster Linie sozial-, beschäftigungs- und bildungspolitischen Ziele verfolgen. Diese betreffen – auch das wurde in der Strategie EU 2020 schon betont – vor allem junge Menschen, die nur schwer einen Zugang zu Bildung, Ausbildung und Arbeit finden.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat folgerichtig in seiner ersten Positionierung zur Nachfolge des jetzigen ESF-Programms eine jugendpolitische Ausrichtung gefordert. Er soll zu den quantifizierten Ziele wie der Reduzierung der Schulabbrecherquote auf unter 10 %, der Erhöhung des Bildungsniveaus auf 40 % tertiäre Bildungsabschlüsse, der Reduzierung von Arbeitslosigkeit und der Prävention von Armut beitragen.

Dazu zählen neben Maßnahmen zur Prävention von Bildungsabbrüchen bzw. –ausstiegen auch solche zur persönlichen und sozialen Stabilisierung oder zum Erwerb von Grund- und Schlüsselkompetenzen durch nicht formale und informelle Bildung. Dabei solle der sozialräumliche Ansatz gestärkt werden, was beispielweise auch die ämterübgreifende Zusammenarbeit in sozialen Brennpunkten meint.

Allerdings werden wohl auch die Mittel des ESF nach 2014 bestehende Haushaltslöcher vor Ort stopfen helfen: So hält es das BMFSFJ „für sinnvoll, den Ausbau und die Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung mit dem ESF zu unterstützen. Er soll auch eingesetzt werden, um „den steigenden Fachkräftebedarf mit qualifiziertem Personal zu decken“.

Schon jetzt werden über den Europäischen Sozialfonds zahlreiche Bundesprogramme mitfinanziert, unter anderem die im Sommer 2009 gestartete Initiative JUGEND STÄRKEN des Bundesjugendministeriums. Mit der Initiative wurden bestehende Programme wie „Schulverweigerung - Die 2. Chance", die Kompetenzagenturen und Jugendmigrationsdienste, STÄRKEN vor Ort und andere gebündelt.

Internet-Seite des BMFSFJ zum ESF

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