Europa für jedermann: Das neue Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger"

Städtepartnerschaften, "Bürgerprojekte" und Organisationen der Zivilgesellschaft werden gefördert. Das Zauberwort ist "aktive europäische Bürgerschaft".

via Europäische Kommission

Mit dem Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" soll die Mitwirkung an europäischen Themen von Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa gefördert werden, kurz : eine "aktive europäische Bürgerschaft" soll gefördert werden. Bürgerinnen und Bürger sollen die Gelegenheit erhalten, transnationale Erfahrungen zu machen, zu kooperieren, einen Beitrag zur Entwicklung der Zugehörigkeit zu gemeinsamen europäischen Werten zu leisten und den europäischen Einigungsprozess voranzutreiben. "Europa zu Fuß", wie es sich im Jugendprogramm seit Jahren bewährt hat.

Das Programm wird in vier Aktionen durchgeführt:

  • Aktion 1, "Aktive Bürger für Europa", bezieht die Bürgerinnen und Bürger direkt ein, entweder im Rahmen von Städtepartnerschaften oder mittels anderer Bürgerprojekte,
  • Aktion 2, "Aktive Zivilgesellschaft in Europa", richtet sich an europäische Organisationen der Zivilgesellschaft, die entweder Strukturfördermittel auf Grundlage ihres Arbeitsprogramms oder Finanzhilfen für länderübergreifende Projekte beantragen können,
  • Aktion 3, "Gemeinsam für Europa", fördert Veranstaltungen mit großer Öffentlichkeitswirkung, Studien und Informationsinstrumente, um über Grenzen hinweg ein möglichst breites Publikum zu erreichen und Europa für seine Bürger/innen greifbarer zu machen,
  • Aktion 4, "Aktive europäische Erinnerung", unterstützt Maßnahmen zur Erhaltung der wichtigsten mit Massendeportationen in Verbindung stehenden Stätten und Archive sowie Maßnahmen zum Gedenken an die Opfer von Nationalsozialismus und Stalinismus.
Die Gesamtmittel für das Programm belaufen sich im Zeitraum 2007-2013 auf 215 Millionen Euro. Das Programm soll mittels nationaler Unterstützungsstrukturen verbreitet werden. So denkt man zurzeit über die Schaffung spezieller Kontaktstellen nach. Jeder Mitgliedstaat soll Multiplikatoren, Informationsrelais und Koordinationsstellen ermitteln, die in die Informationsverbreitung eingebunden werden sollen. Die Kommission wird Leitlinien für die Kofinanzierung der Koordinierungsstrukturen ausarbeiten.

In einem Vorläufer-Programm "Aktive Europäische Bürgerschaft" hatte die Kommission bereits nach erfolgreichen Projektmodellen gesucht, so in den Bereichen "Bürgergremien" und "Kompetenzentwicklung für eine aktive europäische Bürgerschaft". Die Ergebnisse der Auswahl wie die neuen Informationen und Antragsunterlagen sind erhältlich auf der Homepage des Programms

Dokumente