Hintergrundinfo vom 12.01.2011Sonstiges

Europa 2020

Die neue Initiative "Europa 2020" löst die Lissabon-Strategie ab. Diese hatte das ambitionierte Ziel, die EU zum "wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen".

„Europa 2020“ soll auf den Erfahrungen der Lissabon-Strategie aufbauen, um die Lebensqualität in Europa zu bewahren sowie Beschäftigung, Produktivität und sozialen Zusammenhalt stärken. Im Gegensatz zur Lissabon-Strategie soll insbesondere die Umsetzung erfolgreicher verlaufen und darauf geachtet werden, dass keine zu großen Unterschiede zwischen den verschiedenen EU-Staaten bei Tiefe und Schnelligkeit der Reformen entstehen.

Die Umsetzung der Strategie soll an fünf ambitionierten, europaweiten Zielsetzungen orientiert sein, anhand derer Fortschritte gemessen werden können. Jeder Mitgliedsstaat verfolgt dann eigene nationale Ziele in diesen Bereichen, die von Maßnahmen auf EU- und Mitgliedsstaatebene unterstützt werden.

Die fünf Prioritäten der EU für „Europa 2020“ sind:

1. Arbeitsmarkt
75 % der 20 – 64-jährigen sollen erwerbstätig sein

2. Forschung und Innovation
3 % des EU – BIP sollen in Forschung und Innovation investiert werden

3. Klimawandel/ Energie
- CO2-Emissionen mindestens 20% niedriger als 199
- 20 % der Energie aus erneuerbaren Ressourcen
- 20 % Steigerung der Energieeffizienz

4. Bildung
- Schulabbrecherquoten sollen unter 10% fallen
- mindestens 40% der 30-34-jährigen sollen einen höheren Bildungsabschluss vorweisen

5. Armut / Soziale Ausgrenzung
mindestens 20 Millionen Menschen weniger sollen dem Risiko von Armut oder sozialer Ausgrenzung ausgesetzt sein

Weitere Informationen (auf Englisch) finden Sie auf den Seiten der Europäischen Kommission.