EU-Kommission startet öffentliche Konsultation zur weiteren Ausgestaltung des Europäischen Solidaritätskorps

Die EU-Kommission hat eine öffentliche Konsultation zu den Prioritäten und zur Stärkung des vor Kurzem eingerichteten Europäischen Solidaritätskorps gestartet.

Wie beim Startschuss im vergangenen Dezember angekündigt, arbeitet die Kommission im ersten Halbjahr 2017 einen Vorschlag aus, um eine eigene Rechtsgrundlage für das Europäische Solidaritätskorps zu schaffen. Die Ergebnisse der jetzt geöffneten Konsultation werden in die Vorarbeiten einfließen und zur weiteren Ausgestaltung und Konsolidierung des Europäischen Solidaritätskorps beitragen.

Zur Online - Konsultation auf dem EU-Server

Die für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität zuständige EU-Kommissarin Marianne Thyssen erklärte dazu: „Ich freue mich, dass der Aufbau des Europäischen Solidaritätskorps gut und wie geplant voranschreitet.Da sich bereits so viele junge Menschen angemeldet haben, können wir davon ausgehen, dass die jungen Europäerinnen und Europäer diese neue Chance wahrnehmen, um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und gleichzeitig ihre Solidarität zu bekunden, und ich bin gespannt darauf, was sie und die anderen Beteiligten zu sagen haben.“

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, ergänzte: „Das Europäische Solidaritätskorps hat einen fulminanten Start hingelegt, und ich bin hoch erfreut über das große Interesse so vieler junger Menschen, die mit ihrer Zeit und ihrem Engagement anderen Menschen helfen wollen. Nun müssen wir die nächsten Schritte sorgfältig vorbereiten. Die Rückmeldungen der jungen Menschen und der Organisationen, die die Werte und Ziele des Solidaritätskorps umsetzen, sind hierfür überaus wichtig.“

Die öffentliche Konsultation läuft acht Wochen und richtet sich an junge Menschen, Lehrkräfte, Jugendarbeiter, Organisationen, Arbeitgeber und sonstige Interessenträger. Diese können die verschiedenen Ziele der Initiative bewerten, Auskunft über die Motive für ihre Teilnahme geben, ihren Informations- und Unterstützungsbedarf anmelden sowie bewährte Verfahren teilen. Ergänzend dazu werden gezielte Konsultationen wichtiger Akteure der Jugendarbeit in der EU durchgeführt.

Zum Hintergrund

Am 7. Dezember 2016 hat die Europäische Kommission den Startschuss für das Europäische Solidaritätskorps gegeben. Junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren können an breit gefächerten Solidaritätsprojekten teilnehmen, die Herausforderungen in der gesamten EU angehen. So können sie zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn nicht nur wertvolle Erfahrungen sammeln und wichtige Kompetenzen erwerben, sondern auch einen der Grundwerte der Europäischen Union, die Solidarität, fördern und stärken.

In ihrer Mitteilung über das Europäische Solidaritätskorps (siehe NEWS) hat die Europäische Kommission ein schrittweises Vorgehen festgelegt, das zunächst auf bestehenden Programmen und Instrumenten aufbaut, während sie einen eigenständigen Rechtsakt ausarbeitet, der im ersten Halbjahr 2017 angenommen werden soll.

Seit dem Start haben sich bereits mehr als 21 000 junge Menschen für das Europäische Solidaritätskorps angemeldet. Die teilnehmenden Organisationen können voraussichtlich ab Anfang März geeignete Bewerberinnen und Bewerber auswählen, sodass bereits im Frühjahr die ersten jungen Menschen an Solidaritätsmaßnahmen teilnehmen können. Ziel ist es, dass sich 100 000 junge Europäerinnen und Europäer bis Ende 2020 dem Europäischen Solidaritätskorps anschließen.

(Quelle: EU-Kommission)

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