10.02.2006Erasmus+ (2014 - 2020)

Es steht viel auf dem Spiel: Appell gegen Mittelkürzungen für JUGEND IN AKTION

Das geplante Programm JUGEND IN AKTION sei durch die vom Europäischen Rat vorgeschlagenen Budgetkürzungen für 2007-2013 ernsthaft bedroht, meinen das Europäische Jugendforum und AVSO, die Vereinigung der internationalen Freiwilligendienstorganisationen in Europa.

via Europäisches Jugendforum, AVSO

Das Europäische Jugendforum und die AVSO (Association of Voluntary Service Organisations) haben die nationalen Regierungen und die Mitglieder des Europäischen Parlaments in einem Aufruf gebeten, ernsthaft über die Wirkungen nachzudenken, die eine Mittelkürzung für das neue Programm JUGEND IN AKTION haben würde. Ein solcher Einschnitt ins Budget, wie vom Europäischen Rat erwogen, meinen sie, würde es nicht erlauben, die geplanten Aktionen wie vorgesehen durchzuführen. Unter dem von der EU-Kommission vorgeschlagenen Finanzrahmen von 915 Mio. Euro seien die Ziele des Programms nicht erreichbar.

Die beiden Verbände fordern deshalb, die Mittel für JUGEND IN AKTION in einer Höhe zu beschließen, auf welcher zumindest der derzeitige Stand der Aktionen gehalten werden könnte, ergänzt mit innovativen Elementen und einer Erweiterung des Teilnehmerkreises. Wenn man sich also nicht auf die notwendigen und vom Europäischen Parlament geforderten 1,128 Mrd Euro einigen könnte, müssten aber mindestens die von der Kommission angesetzten 915 Mio. Euro beschlossen werden. Immerhin seien mit dem Programm Ziele gesetzt worden, die besonders wichtig für den Integrationsprozess und die soziale Kohäsion in Europa seien. Diese seien gefährdet, wenn keine ausreichende Mittelausstattung gegeben wäre.

Der von der EU-Kommission ursprünglich vorgeschlagene Finanzrahmen für "JUGEND in Aktion" (2007 - 2013) belief sich auf 915 Mio. Euro für die gesamte Laufzeit, das EU-Parlament fordert eine Ausstattung von 1,128 Mio. Euro. Mit dem Beschluss des Europäischen Rates über die Finanzielle Vorausschau muss mit einer Reduzierung des Budgets für das Jugend-Nachfolgeprogramm auf 604 Mio. Euro gerechnet werden.

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