18 Pilotprojekte erproben zurzeit Modelle zur Umsetzung der EU-Jugendgarantie. Dabei kommt einem Vieles bekannt vor.
Die Zahlen sind immer noch erschreckend: 5,2 Mio. Menschen unter 25 Jahren waren im Mai 2014 in Europa arbeitslos. 7,5 Mio. Menschen insgesamt sind weder erwerbstätig, noch in Bildungs- oder Ausbildungsmaßnahmen. Deshalb hatten die Staats- und Regierungschefs im April 2013 eine “Jugendgarantie” beschlossen. Ziel der Jugendgarantie ist, dass alle jungen Menschen unter 25 Jahren – ob beim Arbeitsamt gemeldet oder nicht – innerhalb von vier Monaten nach Abschluss ihrer Ausbildung oder nachdem sie arbeitslos geworden sind ein konkretes und qualitativ hochwertiges Angebot erhalten. Das Angebot – eine Arbeitsstelle, ein Ausbildungsplatz, ein Praktikum oder eine Fortbildung – sollte auf die persönliche Situation und die Bedürfnisse der Person abgestimmt sein.
Soweit die Theorie. Schon im 2012er Haushalt war eine Pilotaktion vorgesehen, mit der die Umsetzung der Jugendgarantie in den Mitgliedstaaten vorberietet werden sollte. 18 einjährige Pilotprojekte in Irland, Italien, Litauen, Polen, Rumänien, Spanien und Großbritannien sollten Modelle erproben, wie die Jugendgarantie eingelöst werden kann. Die Erkenntnisse sollten in die Vorbereitung der neuen Strukturfonds ebenso einfließen wie in die Maßnahmen der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen.
Nach sechs Monaten trafen sich am 9. September die Koordinatoren der 18 Pilotprojekte in Brüssel, um die ersten Ergebnisse zu prüfen und praktische Erfahrungen mit der Umsetzung der Jugendgarantie in den Mitgliedstaaten auszutauschen. Erstes Fazit: Jedes Land hat andere Ansätze und spezifische Verfahren – es gibt nicht das eine Modell.
Einige erste Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Zwischenbilanz sind:
Eine ausführliche Tabelle gibt einen Überblick über die Modelle und Maßnahmen der beteiligten Länder. Und obwohl deren Arbeitsmarkt- und Bildungssysteme große Unterschiede aufweisen, lassen sich auch für Deutschland typische Probleme und Lösungsansätze erkennen.
(Quellen: EU-Kommission, JUGEND für Europa)
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