16.06.2009Kinderrechte

Ein Europa für Kinder: Start der Europarat-Plattform zu Kinderrechten

Der Europarat hat im Rahmen seines Programms "Ein Europa für und mit Kindern bauen" eine Plattform für Kinderrechte vorgestellt.

via Europarat

Eine erste und wichtigste Aufgabe der Plattform, die auf einer Konferenz Anfang Juni 2009 in Straßburg gestartet wurde, wird die Verabschiedung des Entwurfs der Leitlinien des Europarates für die Ausarbeitung integrierter nationaler Strategien zum Schutz von Kindern gegen Gewalt sein. Außerdem wird es darum gehen, diese Strategien in den Mitgliedstaaten bekannt zu machen sowie neue Arbeitsmethoden und Strukturen im Europarat zu etablieren.

Das Forum ist Teil des Europaratsprogramms "Ein Europa für und mit Kindern bauen". Das Programm, das nun nach einer umfassenden Konsultationsphase gestartet wurde, fokussiert auf die Umsetzung der Kinderrecht einerseits und auf den Schutz von Kindern vor Gewalt andererseits. Es deckt soziale und rechtliche Fragen ebenso ab wie die Themen Bildung und Gesundheit. Sein Hauptziel ist es, Entscheidungsträgern und Akteuren, die zuständig sind für die Ausarbeitung von Strategien zum Schutz der Kinderrechte auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene Unterstützung zu bieten. Es richtet sich außerdem an alle, die beruflich oder ehrenamtlich mit dem Thema Kinderrechte zu tun haben sowie an Familien, die Zivilgesellschaft und Medien.

Bereits auf ihrem Dritten Gipfeltreffen in Warschau 2005 hatten sich die der Staats- und Regierungschefs nochmals verpflichtet, die Kinderrechte zu einem thematischen Mainstream-Schwerpunkt der Politik des Europarats zu machen und alle Formen der Gewalt gegen Kinder zu bekämpfen. Mit dem Programm "Ein Europa für und mit Kindern bauen" wird seit 2006 dieses Ziel vorangetrieben. In einem Strategiepapier für die Jahre 2009 – 2011 hat das Ministerkomitees am 27. November 2008 dann die politischen Leitlinien des Europarats zum Thema Kinderrechte unter der Überschrift "Berücksichtigung, Schutz und Partizipation von Kindern in Europa" dargelegt. Damit wurde ein Langzeitvorhaben mit verschiedenen Aktivitäten gestartet, in dessen Rahmen unter anderem der spanische Vorsitz im Frühjahr 2009 eine Konferenz über die Stellung der Kinder in den europäischen Rechtssystemen durchführen wird.

Die nun vorgestellte Plattform soll für das Programm die interne und externe Kooperation sicherstellen und die strategische Planung, Umsetzung und Evaluation sichern. Sie soll aus der Koordinationsabteilung im Europarats-Sekretariat, aus einer abteilungsübergreifenden Task Force, dem Koordinator des Ministerkomitees, einer Internet-basierten Clearingstelle, einer Webseite mit allen relevanten Informationen und Dokumenten zum Thema sowie einer E-Plattform zu Kinderrechten bestehen.

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