Ein besseres Klima für aktive Beteiligung schaffen

Der Jugendministerrat legt Grundsätze für eine stärkere Einbeziehung Jugendlicher in das System der repräsentativen Demokratie fest.

via Rat der Europäischen Union

Zunächst ein Wort zur Begriffsklärung: Kurz gesagt ist in diesem Kontext unter "System der repräsentativen Demokratie" vor allem das jeweils verfassungsmäßig vorgegebene Geflecht von Institutionen und Einrichtungen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene zu verstehen, in denen gewählte Volksvertreter die politischen Entscheidungen treffen.

In seiner Entschließung vom 25. November 2003 hatte der Rat die stärkere Einbeziehung der Jugendlichen in das System der repräsentativen Demokratie als gemeinsame Zielsetzung für die Priorität "Partizipation" vorgegeben.

Mit dem nun verabschiedeten Grundsatzpapier zur Verwirklichung dieser Zielsetzung werden vor allem die Mitgliedstaaten aufgerufen, ein bessseres Klima für die aktive Beteiligung Jugendlicher zu schaffen. Bildungswesen, politische Parteien und Jugendorganisationen hätten, so die Jugendminister, in diesem Prozess eine aktive Rolle zu spielen, die sich aber nicht darin erschöpfen darf, ausschließlich junge Menschen als Zielgruppe von Maßnahmen zu definieren. Vielmehr müssen sich auch die jeweiligen Institutionen grundsätzlich einer aktiveren Beteiligung von Jugendlicher öffnen und ihre Entscheidungsprozesse daraufhin überprüfen.

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