15.03.2011Nicht formale Bildung

"Die Zeit war reif": Belgien hat sich um die europäische Jugendpolitik verdient gemacht

Ein Bericht zum Jugend-Engagement der vergangenen Belgischen EU-Ratspräsidentschaft fasst die Ergebnisse zusammen.

Während sich die meisten EU-Präsidentschaften auf glanzvolle, meist ökonomische Ziele konzentrieren, hatte sich die Belgische EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr des Jahres 2010 vorgenommen, der europäischen Jugendpolitik Wind unter die Flügel zu pusten. Die Chancen dafür standen gut: Unter dem Namen „EU-Jugendstrategie“ wird der vom Rat der Europäischen Union vorgelegte erneuerte Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa (2010-2018) verabschiedet, die Umsetzung des Lissabon-Vertrags läuft an, die Mitteilung der Kommission „Europa 2020“ und die Flagschiff-Initiative „Youth on the Move“ werden veröffentlicht, das Europäische Jahr der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung geht zu Ende und das kommende Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 wird vorbereitet.

In dieser Situation ergriff die belgische Präsidentschaft die Initiative für die Weiterentwicklung von drei Themen: Jugendarbeit, Jugend und Beschäftigung sowie europäische und internationale Politik für Kinder, Jugend und Kinderechte. Und in der Tat stellte sie so manches auf die Beine:

  • Sie veranstaltete die erste europäische Konferenz zur Geschichte der Jugendarbeit und Jugendpolitik, welche die erste europäische Konvention zur Jugendarbeit verabschiedet;
  • sie unterstützte die Verabschiedung des Ratsbeschlusses zur Jugendarbeit;
  • auf einer Jugendkonferenz in Leuven lud die Präsidentschaft Trias - Belgien, Spanien und Ungarn -  zum Strukturierten Dialog über das Thema Jugend und Beschäftigung ein, auf der eine Liste mit Empfehlungen verfasst wurde;
  • eine weitere Konferenz - Europe de l’Enfance – unterstützte die Schlussfolgerungen des Rates vom 19. November 2010 zur europäischen und internationalen politischen Agenda in Bezug auf Kinder, Jugendliche und Kinderrechte.

Einzelheiten, Einordnungen und weiterführende Literaturhinweise findet man nun in der Broschüre "A contribution to youth work and youth policy in Europe“, welche die belgische Regierung herausgebracht hat und die die Aktivitäten der belgischen Ratspräsidentschaft und die Entwicklungen der europäischen Jugendpolitik nachvollzieht. „Die Zeit war reif“, heißt es darin, Jugendpolitik auf die Europäische Agenda zu setzen“. Es ist zu hoffen, dass sie dort auch bemerkt wird.

Dokumente

Kommentare

    Bislang gibt es zu diesem Beitrag noch keine Kommentare.

    Kommentar hinzufügen

    Wenn Sie sich einloggen, können Sie einen Kommentar verfassen.