Die Frühaufsteher: Zukunftskonferenz "Grenzenlos Lernen" in Sachsen-Anhalt

Zwei Zielstellungen wollten die Teilnehmer diskutieren: Sachsen-Anhalt möchte allen jungen Menschen eine grenzüberschreitende Lernerfahrung ermöglichen, um unter anderem die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen zu verbessern. Zugleich möchte sich Sachsen-Anhalt im Ausland auch als attraktiver Ort für grenzüberschreitende Lernerfahrung präsentieren. Was also muss sich im Bundesland ändern, damit diese Ziele erreicht werden können?

60 Experten und Expertinnen aus verschiedenen Feldern der nicht formalen und der formalen Bildung sowie engagierte Jugendliche (Landesschulsprecher, gewählte Vertretungen der Jugendverbände, Freiwilligendienstleistende) waren vom Ministerium für Arbeit und Soziales nach Quedlinburg eingeladen worden.

Die Veranstaltung war Teil einer länderspezifischen Entwicklungsinitiative, mit der sich das Bundesland am Modellprojekt „Grenzüberschreitende Lernmobilität ermöglichen" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beteiligt.

Der Diskussionsprozess der Teilnehmenden folgte den Elementen einer Zukunftskonferenz:

  • Beschreibung von Hoffnungen & Befürchtungen,
  • Betrachtung der IST-Situation „Grenzenloses Lernen",
  • Beschreibung von Herausforderungen, Entwicklung von Visionen zu grenzenlosem Lernen junger Menschen,
  • Umsetzung von Aktivitäten und Arbeitsgruppen per Handlungsplanung.

Dabei wurden zahlreiche Elemente, die zu mehr grenzüberschreitender Mobilität im Bundesland Sachsen-Anhalt beitragen sollen, zusammengetragen:

  • Verminderung von Verwaltung und Bürokratieaufwand im Rahmen der Projektbeantragungsverfahren
  • Implementierung von nachhaltigen Kommunikationsstrategien (Informations- und Beratungsarbeit)
  • Sicherstellung von langfristigen Finanzierungsgrundlagen
  • Entwicklung von Qualitätsstandards
  • Implementierung einer Engagement- und Anerkennungskultur
  • Entwicklung einer nachhaltigen Netzwerkarbeit in Sachsen-Anhalt
  • Politische Verankerung
  • Verankerung des „Grenzenlosen Lernens" in Unternehmen der Region
  • Schärfung des Fokus auf die Bedürfnisse der jungen Menschen
  • Spezielle und sensible Förderung von benachteiligten jungen Menschen
  • Entwicklung einer „Incomer-Willkommens-Kultur"
  • Förderung der Sprachkompetenz der Bevölkerung

Im Rahmen der Handlungsplanung wurden dann etliche Vorhaben beschrieben, die von verschiedenen Teilnehmern und Teilnehmerinnen weiter behandelt werden, z.B.:

  • Entwicklung einer Willkommens-Struktur vor Ort
  • Transfer der Ergebnisse der Zukunftskonferenz in Politik und Verwaltung
  • Formulierung eines Rechtsanspruchs auf eine grenzüberschreitende Mobilitätserfahrung aller jungen Menschen
  • Beteiligung der Wirtschaft und der Wirtschaftsförderung an der Weiterentwicklung von grenzüberschreitender Mobilitätserfahrung junger Menschen
  • Entwicklung von Qualifizierungsangeboten für Fachkräfte
  • Seminar zum Gedenken an den 1. Weltkrieg
  • Einrichten einer Landesarbeitsgruppe internationale Freiwilligendienste in Sachsen-Anhalt
  • Initiativen zur Europawoche Sachsen-Anhalt 2014
  • Einrichten einer ständigen AG von Schule und Jugendarbeit zum Thema „Grenzenloses Lernen"

Eine Steuerungsgruppe wird sich nun mit den Ergebnissen weiter befassen. Im Mai 2014 soll daraus eine abgestimmte Strategie „Grenzenlos Lernen" im Rahmen eines Parlamentarischen Abends den jugendpolitischen Sprecher(innen) der vier Landtagsfraktionen und den parlamentarischen Ausschüssen für „Arbeit und Soziales" bzw. „Bildung und Kultur" präsentiert werden. Staatskanzlei und Ministerium für Arbeit und Soziales unterstützen den politischen Diskurs und haben den Parlamentarischen Abend bereits lanciert.

(Quelle: JUGEND für Europa)

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