Die BAG KJS fordert eine Jugendstrategie für alle jungen Menschen in Europa

Der Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit hat seine Position zur zukünftigen EU-Jugendstrategie verabschiedet. Zentrales Anliegen der BAG KJS ist eine verbesserte Teilhabe von benachteiligten Jugendlichen. Gefordert wird auch eine deutliche Budgeterhöhung für Erasmus+ JUGEND IN AKTION.

Die Diskussion auf europäischer Ebene zu einem erneuerten Rahmen der jugendpolitischen Zusammenarbeit (EU-Jugendstrategie) ab 2019 ist in vollem Gange. Die EU-Kommission plant, im Mai dazu ihren Vorschlag zu veröffentlichen. Dieser wird dann im Rat und im Europäischen Parlament beraten. Im Moment melden sich zahlreiche Interessenvertreter und Verbände aus der Kinder- und Jugendhilfe mit ihren Forderungen zu Wort (siehe NEWS).

Handlungsleitend für die Arbeit der BAG-KJS ist die Umsetzbarkeit der europäischen Ziele in der Praxis der pädagogischen und sozialen Arbeit. So stehen junge Menschen, die durch Chancenungleichheit und Armut benachteiligt werden, im Mittelpunkt der Überlegungen und Voraschläge für eine europäische Jugendstrategie. Für die Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft werden fünf Kernelemente für die jugendpolitische Zusammenarbeit identifiziert:

  • Junge Menschen müssen auf der europäischen, der nationalen und der lokalen Ebene umfassend beteiligt und nicht nur nicht nur „angehört“ werden. Um adäquate Beteiligungsmöglichkeiten für benachteiligte Jugendliche zu erreichen, sind mehr Ressourcen und neue Zugänge für „barrierefreie“ Beteiligungsprozesse erforderlich.
  • Die Ermöglichung transnationaler Mobilität insbesondere für benachteiligte Jugendliche muss zum vordringlichen Ziel der jugendpolitischen werden. Hierzu ist eine ausgeweitete und gesicherte finanzielle Förderung unabdingbar.
  • Nicht-formale und informelle Bildungsprozesse junger Menschen müssen stärker gewichtet und anerkannt werden.
  • Gelingende Übergänge durch die Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe und der Jugendsozialarbeit zu schaffen soll weiterhin Schwerpunkt der jugendpolitischen Zusammenarbeit in Europa sein.
  • Der Zugang zu den europäischen Förderprogrammen, vor allem zum Bildungs- und Jugendprogramm Erasmus+, soll vereinfacht und unbürokratischer gestaltet werden. Originäre Jugendprogramme wie „JUGEND IN AKTION“, das Schwerpunkte wie Jugendarbeit, informelle und politische Bildung sowie Partizipation verfolgt, sind unabdingbar um die Ziele der EU Jugendstrategie zu erreichen. Ihr Budgetanteil muss deutlich erhöht werden.

Darüber hinaus betont die BAG KJS in ihrer Stellungnahme die Verantwortung der nationalen Jugendpolitik(en). Diese sollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die formulierten Ziele der EU-Jugendstrategie noch stärker in den Ländern und Kommunen übernommen werden. Dazu muss aus Sicht der BAG KJS die Bedeutung und Verbindlichkeit der europäischen Jugendstrategie erhöht werden.

(Quelle: BAG KJS)

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