Der Pakt muss eingelöst werden! Europäisches Jugendforum gibt Antworten zur „Sozialen Realität in Europa“

Das Jugendforum begrüßt das BEPA-Papier und bezieht es auf die Situation der Jugendlichen in Europa.

via Europäisches Jugendforum

Das Papier des Europäischen Jugendforums ist als Antwort zum Konsultationsaufruf der Kommission zum Thema „Soziale Realität in Europa“ gedacht (siehe NEWS), aber auch als Beitrag zur Revision der Agenda der Europäischen Union zur Sozialpolitik, die für 2008 geplant ist. Es bezieht sich dabei vor allem auf diejenigen Punkte im Papier des BEPA (Büro der Europäischen Politikberater / Bureau of European Policy Advisers), die für Jugendliche relevant sind. Es betont die Rolle von Jugendorganisationen und jungen Menschen für die Entwicklung der sozialen Realität in Europa.

Mit Blick auf ein anderes Papier des Bepa, “Investing in Youth: An

Empowerment Strategy” (siehe NEWS vom 30.04.2007), betont das Europäische Jugendforum die Auswirkungen der sozialen Realität auf junge Menschen. Es beklagt, dass deren Bedürfnisse immer weniger berücksichtigt werden und sich die soziale Situation junger Menschen verschlechtert.

Zwar sei die Europäische Gesellschaft eine postindustrielle Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft, die uns sozialen Fortschritt wie eine höhere Lebenserwartung und einen größeren Wohlstand für größere Teile der Bevölkerung beschert hat. Dennoch sei man vom Ziel der gleichen Chancen für alle weit entfernt. Viele Europäerinnen und Europäer leben in Armut, haben einen schlechteren Zugang zu Bildung und Beschäftigung. Zudem führen Globalisierungsrisiken zu weiteren Ungleichheiten, wenn nicht soziale Sicherungssysteme nicht reformiert werden und den Menschen helfen, aus Zirkeln der Ausgrenzung zu entkommen. Junge Menschen werden in der gegenwärtigen demografischen Entwicklung zu einer Minderheit.

Das könnte, so das Europäische Jugendforum, deren Vermögen schwächen, soziale Veränderungen im positiven Sinne zu bewirken, wenn sie nicht in ausreichendem Maße am demokratischen Leben beteiligt werden. Schon jetzt seien Jugendliche in einer permanenten Situation sozialer Schwäche, vor allem weil die vorhandenen Sozialen Sicherungssysteme ihre Bedürfnisse nicht decken. Diese müssten daher dringend besser auf junge Menschen abgestimmt werden. Die Sozialagenda der Europäischen Union, die im nächsten Jahr erneuert werden soll, sollte dieses Wissen berücksichtigen, konkrete Maßnahmen vorsehen und adäquate Ressourcen für die Umsetzung des Europäischen Pakts für die Jugend bereit stellen. Ohnehin bleibe dessen Umsetzung bisher weit hinter den Erwartungen der Jugendlichen zurück. Ändere sich dies nicht, so die Schlussfolgerung, würde dieses Instrument seine Bedeutung für den Aufbau von Vertrauen der Jugend in die Zukunft Europas verlieren.

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