"Dein Europa – deine Zukunft": Allererster EU-Jugendgipfel in Rom

Die EU feiert sich, die Jugend muss mit: Um den Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Rom im Jahr 1957 feierlich zu begehen, wird es am 24./25. März 2007 auch einen "Jugendgipfel" geben.

via Europäische Kommission

Die Alten machen Platz. Auf der Jugend ruht die Zukunft. So sagte Margot Wallstrom, Vizepräsidentin der Kommission und zuständig für Institutionelle Beziehungen und Kommunikationsstrategie: "Nun, da Europa älter wird und unsere Gesellschaft sich weiterentwickelt, ändern sich auch die Motive der europäischen Integration. Dieser Gipfel stellt eine nie dagewesene Gelegenheit dar, über diese Europäische Union 'in Bewegung' zu diskutieren." Oder, wie Jugend-Kommissar Ján Figel' hellsichtig formulierte: "Die Jugendlichen von heute sind die EU-Bürger von morgen, und je früher sie in Debatten und Foren über die Zukunft Europas einbezogen werden, desto besser werden sie künftige Herausforderungen bewältigen."

Über 200 junge Menschen aus den 27 Mitgliedstaaten werden am 24./25. März 2007 in Rom zum ersten EU-Jugendgipfel zusammentreffen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen die Möglichkeit haben, ihre Ansichten über das heutige Europa zu äußern und ihre Hoffnungen für die Zukunft auszudrücken. Die Ergebnisse werden an die europäischen Staats- und Regierungschefs übermittelt, die am selben Wochenende in Berlin tagen. Damit soll ein Prozess des Dialogs und der Debatten eingeleitet werden, der junge Menschen und Jugendorganisationen mobilisiert und der Vorbereitung und Sensibilisierung im Hinblick auf die Europäischen Wahlen 2009 dient.

Der Gipfel wird im Campidoglio stattfinden, in demselben Gebäude, in dem vor 50 Jahren der Vertrag von Rom durch die sechs Gründungsmitgliedstaaten unterzeichnet wurde. Als Teilnehmende des "Gipfels" werden über 200 Jugendliche aus unterschiedlichen Kreisen und aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten erwartet. Es sollen sechs Teilnehmende aus jedem Mitgliedstaat, 30 Vertreter internationaler Jugend-NRO und acht Vertreter des Europäischen Jugendforums sein. Vier der sechs nationalen Teilnehmer werden im Rahmen von Jugenddebatten auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene ausgewählt, die von Januar bis Anfang März abgehalten werden.

Nach Workshops zu den Themen "Zukunft des EU-Vertrags", "EU-Wirtschafts- und Sozialmodell", "nachhaltige Entwicklung", "Rolle der EU in einer globalisierten Welt", "Demokratie und Zivilgesellschaft" sowie "Jugend und Bildung" werden die Schlussfolgerungen am 25. März in einer Plenumdiskussion vorgestellt und Verabschiedet. Diese dienen in den kommenden Jahren als Basis für den strukturierten Dialog zwischen jungen Europäern und den Europäischen Institutionen. Außerdem werden die jungen Menschen bei einem Rundtischgespräch mit Vizepräsidentin Wallström, Kommissar Figel' und Vertretern anderer EU-Institutionen über diese Botschaften diskutieren. Diese Debatte wird per Internet-Streaming zugänglich sein.

Weitere Informationen: http://europa.eu/50/index_de.htm