Bundesländer stehen zur zweiten Phase der Umsetzung der EU-Jugendstrategie

Die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden (AGJF) hat in ihrer Sitzung Mitte September dieses Jahres positiv die Eckpunkte der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland für die Zeit von 2014 bis 2018 gewürdigt.

Die zweite Phase der Umsetzung zielt einerseits auf die gemeinsame fachliche Arbeit der Bund-Länder AG in den drei Themenkorridoren, strebt aber auch eine stärkere europäische Ausrichtung der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe an. Beides soll durch die größere Berücksichtigung europäischer Ideen und Inhalte in den vielfältigen Initiativen von Bund, Ländern und Kommunen bei der Entwicklung und Neukonzeptionierung jugendpolitischer Initiativen befördert werden.

Die AGJF begrüßte sowohl die Beibehaltung der bewährten Arbeitsstruktur in Form der von Bund und Ländern gemeinsam verantworteten und geleiteten Arbeitsgruppe als Koordinierungsinstrument als auch das Arbeitsprogramm selbst. Mit diesem wird die inhaltliche Auseinandersetzung in den drei Themenkorridoren

  • Partizipation fördern und Demokratie stärken
  • Soziale Integration und gelingende Übergänge in die Arbeitswelt
  • Anerkennung und Sichtbarmachung des nicht-formalen und informellen Lernens in der Jugendarbeit

fortgeführt, um die Implementierung der EU-Jugendstrategie nachhaltig zu gestalten. Die Bund-Länder AG orientiert sich dabei in erster Linie an der Frage, welche Impulse aus europäischen Strategien, aber auch aus guter Praxis anderer Staaten und Regionen in der EU für aktuelle jugendpolitische Themen in Deutschland nutzbar sein können. Ein angestrebtes Ziel ist es, hierfür auch EntscheidungsträgerInnen und Fachkräfte auf der kommunalen Ebene zu erreichen.

Die AGJF hat beschlossen, die Umsetzung des Arbeitsprogramms fachlich und fachpolitisch aktiv zu begleiten und sich selbst mit jugendpolitischen Anregungen für die Länder aus europäischen Impulsen auseinander zu setzen. Ihr ist wichtig, dass die Umsetzung sich nicht nur an Arbeitsmarkterfordernissen ausrichtet, sondern immer auch Aspekten der Persönlichkeitsbildung, der Wertevermittlung, der Demokratiepädagogik, der Partizipation sowie der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements eine große Bedeutung eingeräumt werden. Das wird die Bund-Länder AG insbesondere auch beim Transfer von jugendpolitischen Anregungen aus Deutschland zur Weiterentwicklung der jugendpolitischen Zusammenarbeit in Europa berücksichtigen.

Die AGJF bittet die LändervertreterInnen der Bund-Länder AG, in der Herbstsitzung 2015 über den aktuellen Stand und die bis dahin erarbeiteten Ergebnisse und Empfehlungen zu berichten.

(JUGEND für Europa)

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