Bildungs- und Ausbildungsmonitor 2014 zeigt wenig Fortschritte

Die Europäische Kommission veröffentlichte im November dieses Jahres seine diesjährige Ausgabe des nun seit drei Jahren laufenden Bildungs- und Ausbildungsmonitors. Damit sollen die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem bildungs- und berufsbildungspolitischen Benchmark in der EU beobachtet und beschrieben werden.

Zentrale Bereiche des Monitors sind Angaben zu:

  • Investitionen in Bildung und dahinter liegende Investitionsstrategien
  • Lernergebnisse der Bildungssysteme auf der Basis messbarer Qualifikationen und Kompetenzen  
  • politische Hebel für notwendige Verbesserungen

Zum Thema Investitionen zeichnet der Bericht ein negatives Bild, da eine Mehrheit der Mitgliedstaaten im Bildungs- und Ausbildungsbereich kürzt statt zu investieren, wobei das sehr differenziert für die verschiedenen Bildungsbereiche betrachtet werden muss. Auch bei dem Thema Bekämpfung von vorzeitigem Schul- und Bildungsausstieg ist kein wirklicher Durchbruch zu verzeichnen. Mit einer durchschnittlichen Quote von 12 % ist die EU seit mehr als 10 Jahren noch immer nicht an das Ziel von unter 10 % herangekommen. Dabei variiert die Quote zwischen den Mitgliedstaaten zwischen 6,6% und 23,6%. Näher ist die EU allerdings schon an ihr Benchmark im Bereich der frühkindlichen Erziehung und Bildung herangerückt. 95% aller Kinder ab vier Jahren bis zum Eintritt in die Pflichtschule sollen diese Möglichkeit erhalten. Der Durchschnitt in der EU liegt hier bei 93,9% mit einer Spannweite von 100% des „besten“ Mitgliedslands und 71,7% des Listenletzten.

Gerade die frühkindliche Erziehung und Bildung wird von den Autoren als wichtiger Hebel für die Bekämpfung von Ungleichheiten und die Stärkung des Niveaus der Grundkompetenzen angesehen. Sie legen den Mitgliedstaaten nahe, dies anzuerkennen und politisch danach zu handeln. Als weiterer Handlungsstrang für die Verringerung von Ungleichheiten und Ausgrenzung im Bildungssystem wird die Kombination von innovativer Pädagogik und effektiver Nutzung von digitalen Instrumenten empfohlen.

Das Bildungsmonitor der Europäischen Kommission und die Länderberichte sind online abrufbar unter: http://ec.europa.eu/education/tools/et-monitor_en.htm

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