Bildung ist die Spitze des Wissensdreiecks. Europäischer Bildungsrat wünscht sich bessere sektorübergreifende Zusammenarbeit

In einer jüngsten Entschließung beziehen sich die Bildungsminister auf die Lissabon-Strategie, betonen aber auch die sozialen Aspekte besserer Bildung.

via Rat der Europäischen Union

Allgemeine und berufliche Bildung sind eine wesentliche treibende Kraft der Lissabon-Strategie. So lautet der Kern der gleichnamigen Entschließung, die der Rat der Bildungsministerinnen und -minister der Europäischen Union auf seiner letzten Sitzung im alten Jahr verabschiedete. Er folgt damit den eigenen Beschlüssen der Frühjahrssitzung 2007, in denen darauf hingewiesen wird, dass allgemeine und berufliche Bildung Grundvoraussetzungen für ein gut funktionierendes Wissensdreieck (Bildung - Forschung - Innovation) sind und maßgeblich zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung beitragen.

Neben dieser inzwischen häufig wiederholten Beteuerung, betont der Rat aber auch, dass allgemeine und berufliche Bildung einen stärkeren sozialen Zusammenhalt, die nachhaltige Entwicklung, die persönliche Entfaltung und eine aktive Staatsbürgerschaft fördern sollen.

Dann wird es konkret: Gefordert wird unter anderem ein besseres Bildungsangebot für Kleinkinder, die Förderung des Erwerbs von Schlüsselkompetenzen, eine größere Attraktivität der beruflichen Bildung, die Entwicklung der lebensbegleitenden Beratung, der verstärkte Zugang zu weiterführender Bildung und Hochschulbildung und Spitzenleistungen in diesem Bereich, die Ausdehnung der Erwachsenenbildung sowie bessere Qualität der Lehrerausbildung. Bessere Bedingungen sollen auch umfassende und kohärente Strategien des lebensbegleitenden Lernens sowie Infrastrukturen für die Validierung von Lernergebnissen bringen.

Mitgliedstaaten und Kommission werden aufgefordert, die strategische Rolle des Rates „Bildung“ im Rahmen der Offenen Methode der Koordinierung (OMK) zu stärken, indem die Ergebnisse in die Entscheidungsfindung sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene eingebracht werden und eine solide Wissensgrundlage für die Politik im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung geschaffen wird. Außerdem wird eine klare Verknüpfungen zwischen dem Arbeitsprogramm „Allgemeine und berufliche Bildung“ und den integrierten Leitlinien für Wachstum und Beschäftigung im Rahmen der Lissabonner Strategie verlangt. Dazu wird eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission in diesem Bereich gezählt sowie eine Abstimmung mit anderen Politikbereichen, unter anderem Beschäftigung, Soziales, Jugend und Kultur.

Dokumente