BDKJ-Resolution zu den Voraussetzungen für eine größere und effektivere Jugendbeteiligung in Europa

Mit der Verabschiedung einer Resolution auf seiner Hauptversammlung vom 13. - 16. Mai 2004 formulierte der BDKJ seine Position zu den notwendigen Voraussetzungen für eine größere und effektivere Jugendbeteiligung in Europa.

via BDKJ

Zwar begrüßt die BDKJ-Hauptversammlung die Initiativen der Europäischen Union der vergangenen Jahre für die Stärkung der Zivilgesellschaft in Europa und für mehr Bürgerbeteiligung, stellt aber gleichzeitig fest, dass die Realität häufig noch weit hinter den Ansprüchen offizieller Erklärungen und Verlautbarungen zurück bleibt. Generell betont der BDKJ die Wichtigkeit geregelter und strukturierter Beteiligungsformen und bedauert, dass die wichtige Mittlerfunktion der Jugendverbände - als von Jugendlichen selbstorganisierte und demokratisch aufgebaute Zusammenschlüsse - von der EU immer noch zu wenig wahrgenommen wird.

Mehr Jugendbeteiligung in der Europäischen Union bedeutet aus Sicht des BDKJ auch tragende Strukturelemente der Jugendarbeit /-förderung einzelner Mitgliedsländer in den europäischen Einigungsprozess zu integrieren (Prinzip der Verbände/ freien Träger, institutionelle Förderung, Subsidiarität, Gemeinnützigkeit).

Um die Voraussetzungen für eine größere und effektivere Jugendbeteiligung in Europa zu schaffen, fordert die BDKJ-Hauptversammlung daher unter anderem:

  • eine transparente und geregelte Form der Jugendbeteiligung auf europäischer Ebene,
  • eine ausreichende institutionelle und unkomplizierte Förderung von europäischen Jugendstrukturen durch die EU,
  • die Schaffung eines transparenten und demokratisch legitimierten Beteiligungsverfahrens bei der Anwendung der offenen Koordinierungsmethode im Jugendbereich durch das für Jugendfragen zuständige BMFSFJ,
  • die Aufhebung der geltenden Ausschlussbestimmungen zwischen nationaler und europäischer Jugendförderung in der nationalen Förderung des Kinder- und Jugendplans (KJP).

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